Eine Anordnung von Sternen und Planeten

31.05.2006 - Etwas bemerkenswertes geschieht bald am Abendhimmel. Drei Planeten und ein Sternenhaufen nähern sich einer Begegnung, die Sie nicht verpassen möchten.

Der Vorgang beginnt bei Sonnenuntergang, am Mittwoch dem 31. Mai, wenn die Mondsichel am Saturn vorbei gleitet: Karte. Man kann sie Seite an Seite, auf halber Höhe am westlichen Himmel sehen, wie sie durch die Dämmerung des Sonnenuntergangs leuchten -- sehr hübsch.

Besitzen Sie ein Teleskop? Richten Sie es auf den Mond aus. Sie werden Krater und Berge sehen, die lange Schatten werfen. Danach schauen Sie zum Saturn. Der Ringplanet wird Ihnen den Atem rauben. Schauen Sie auch um Saturn herum. Dort befindet sich ein Sternenhaufen! Saturn liegt genau neben dem "Beehive Haufen," einer Ansammlung von Sternen in 600 Lichtjahren Entfernung von der Erde.

Diese dreifach Zusammenkunft markiert einen Teil am Himmel, den Sie beobachten sollten, wenn der Juni beginnt, da die Dinge dann noch interessanter werden.

Nach dem 31. Mai bewegt sich der Mond fort und läßt Saturn und den Beehive Haufen hinter sich. Werfen Sie jede Nacht ein Auge auf Saturn. Sie werden schnell einen schwach leuchtenden, roten Stern bemerken, der sich dem Ringplaneten nähert. Dieser "Stern" ist der Mars. Jede Nacht kriecht er näher an Saturn heran.

Fans von Star Trek, macht das Vulkanische "Leb lang und erfolgreich" Zeichen mit der rechten Hand. Strecken Sie Ihren Arm dabei aus. Am Mittwoch, dem 7. Juni, passen Mars und Saturn in das "V" hinein: Karte.

Donnertag der 15. Juni ist eine besondere Nacht. Auf seinem Weg zum Saturn wird Mars direkt vor dem Beehive Haufen herziehen. Schauen Sie sich das Ganze mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop an. Der rote Mars ist etwa 16 Mal heller als die ihn umgebenen Sterne. Es wird aussehen als ob eine rote Supernova in dem Haufen explodiert wäre -- eine hervorragende Möglichkeit für Amateurastronomen zum fotografieren: Karte.

Noch nicht genug? Mitte Juni springt Merkur aus dem Licht der Sonne heraus und erhebt sich nicht weit von Saturn und Mars entfernt in den Abendhimmel. Er wird am 15. Juni seine größte Sichtbarkeit erreichen, der gleichen Nacht in der Mars im Beehive Haufen "explodiert." Merkur ist selbst aus hell erleuchteten Städten einfach zu sehen.

Zum Schluss, der Höhepunkt: Am Samstag, dem 17. Juni werden sich Saturn und Mars so nahe kommen, dass Sie vielleicht meinen sie würden zusammenstoßen. (Sie stoßen nicht zusammen.) Halten Sie Ihren kleinen Finger eine Armlänge von Ihrem Kopf entfernt. Die beiden Planeten passen hinter die Fingerkuppe und haben immer noch Platz. Merkur schwebt in der Zwischenzeit darunter: Karte. Wow!

Markieren Sie folgende Daten in Ihrem Kalender: 31. Mai, 7. Juni, 15. Juni, 17. Juni. Vier Sonnenuntergänge, drei Planeten und ein Sternenhaufen -- keine schlechte Möglichkeit den Tag zu beenden.

Autor: Frank Erhardt
Science@NASA - Deutsche Version

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