Planetare Nebel - Schnelle Winde von sterbenden Sternen

19.05.2006 - Zusammengesetzte Bilder, die mit dem Chandra Röntgenstrahlen Observatorium aufgenommen worden sind, zeigen das Drama der letzten Evolutionsstufe von sonnenähnlichen Sternen.

Dynamisch verlängerte Wolken eingehüllt in Blasen von mehreren Millionen Grad heißem Gas produzieren Hochgeschwindigkeitswinde von sterbenden Sternen, wie auf den Bildern des weltraumbasierten Chandra Teleskop verdeutlicht wird, wohingegen die Infrarotaufnahmen vom Hubble Weltraumteleskop stammen.

Planetarische Nebel, die deshalb so heißen da sie durch ein kleines Teleskop betrachtet ehr an einen Planeten als an eine Sonne erinnern, bilden die letzte Stufe von sonnenähnlichen Sternen. Nach mehreren Milliarden Jahren, wenn bei einem normalen Stern der Wasserstoffvorrat zu Neige geht, dehnt sich dieser zu einem Roten Riesen aus, bevor die äußere Hülle pulsierend abgestreift wird und nur der kleine Kern sein weiteres Dasein als abkühlender Weißer Zwerg fristet.

Aus dem Hüllenmaterial bildet sich dabei eine mehr oder weniger kugelförmige Sphäre, aus der der farbenprächtige Planetarische Nebel hervorgeht. Die intensive Ultraviolette Strahlung des Kerns erhitzt dabei das umliegende Gas auf mehrere zehntausend Grad und die Geschwindigkeit mit der sich das Material ausdehnt steigt sprunghaft auf über 1 Million mph.

Unsere Sonne ist etwa 4,5 Milliarden Jahre alt und wird glücklicherweise noch 5 Milliarden Jahre lang brennen, bevor sie sich weniger glücklich für uns sich ausdehnt und alle inneren Planeten bis auf den Mars verschlingt.

Die Hochgeschwindigkeitswinde konzentrieren sich dabei in entgegengesetzte Trichter und produzieren dabei zunächst die in die Länge gezogene Form. Schockwellen, die durch aufeinander treffendes Gas gebildet werden kreieren dabei die von Chandra beobachteten Blasen.

Der Ursprung der trichterförmigen Winde hingegen ist noch nicht restlos aufgeklärt, diese könnten an den verdrillten magnetischen Feldlinien in der Nähe des heißen Kerns liegen.

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