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28.12.2005 - Heute am frühen Morgen (6:19 Uhr MEZ) startete vom russischen Kosmodrom Baikonur der erste europäische Galileo Satellit. Damit ist ein erster Schritt getan sich vom amerikanischen GPS System unabhängig zu machen.
Der Satellit GIOVE-A wurde mit einer russischen Soyuz Rakete in den Orbit befördert. Nach der Abtrennung von der dritten Stufe kreist der erste Testsatellit auf einen kreisförmigen Umlaufbahn in 23.222 Kilometern höhe.
Der Satellit soll Frequenzrechte sichern und neue Technologien testen, darunter die präziseste jemals ins All geschickte Atomuhr. Bis zum Jahr 2010 sollen insgesamt 30 europäische Satelliten, davon 3 als Reserve, ein eigenständiges Satellitennavigationssystem bilden.
Betrieben wird das Projekt von der EU und der ESA, aber auch andere Länder wie China (280 Millionen Euro) und Indien (200 Millionen Euro) beteiligen sich an den Kosten, die mit insgesamt 3,6 Milliarden Euro veranschlagt sind.
Anders als das amerikanische Global Positioning System (GPS) und das russische Glonass System ist Galileo für zivile Zwecke konzeptioniert und unterliegt nicht der Kontrolle des Militärs.
Wie bei europäischen „Gemeinschaftsprojekten“ üblich, gab es im Vorfeld einige Anlaufschwierigkeiten und Differenzen über den Standort der Bodenstation(en). So soll das Satellitennavigationssystem gleichberechtigt sowohl von Oberpfaffenhofen als auch Fucino (Italien) gesteuert werden, während sich eine Ersatzstation in Spanien befindet und die Betreibergesellschaft sowohl in London wie auch Toulouse ansässig ist.
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