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15.11.2005 - Mithilfe des Very Large Telescope der europäischen Südsternwarte haben Astronomen einen Stern entdeckt, der sich mit mehr als 2,6 Millionen Kilometern pro Stunde bewegt.
Dies ist ziemlich ungewöhnlich, da Sterne normalerweise mit viel geringen Geschwindigkeiten um das Zentrum einer Galaxie kreisen. Doch dieser Stern ist anders. Vieles deutet drauf hin, dass sein Ursprung in der Großen Magellanschen Wolke (LMC) liegt und das ein massives Schwarzes Loch in unserer Nachbargalaxie für seine gegenwärtige Lage verantwortlich ist.
„Mit solch einer Geschwindigkeit würde der Stern in weniger als einer Minute die Erde hinter sich lassen“ sagt der deutsche Astronom Uli Heber von der Dr. Remeis-Sternwarte.
Der heiße und massereiche Stern wurde ehr beiläufig weit außerhalb des Halos der Milchstraße entdeckt, in der Nähe des Sternbilds Schwertfisch.
„Dies ist ein wirklich ungewöhnlicher Ort für einen Stern: massereiche Sterne werden für gewöhnlich in der Scheibe der Milchstraße gefunden“ so Ralf Napiwotzki. „Unsere Daten, aufgenommen mit dem UVES Instrument des Very Large Telescope, bestätigen, das der Stern noch jung ist und eine ähnliche Zusammensetzung wie unsere Sonne besitzt.“
Die Daten bestätigen außerdem die hohe Geschwindigkeit des Sterns und verursachen ein Dilemma, denn der Stern ist zu jung, um innerhalb der Milchstraße entstanden und an seinem gegenwärtigen Ort gewandert zu sein. Kalkulationen zeigen, das er dreimal älter sein müsste, um in unserer Galaxie geboren zu sein.
Deshalb glauben die Astronomen, das er aus der benachbarten Zwerggalaxie mit dem Namen Große Magellansche Wolke stammt und von irgendetwas aus dieser Galaxie herausgeschleudert worden ist. Dies könnte auf die Existenz eines sehr massereichen Schwarzen Loches im Zentrum der Galaxie hinweisen, das bisher unentdeckt geblieben ist.
Eine andere Erklärung könnte sein das dieser Stern das Resultat eines Sternenzusammenstoßes ist. Indem Fall könnte der Stern nämlich wesentlich älter sein und sein Ursprung innerhalb der Milchstraße liegen.
Die Astronomen planen weitere Beobachtungen, um das Mysterium des Sterns zu lösen.
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