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14.11.2005 - Ein neues Bild des Spitzer Weltraumteleskops zeigt wogende Berge aus Staub angetrieben durch das Feuer junger Sterne.
Das Bild, das durch Spitzers Infrarotaugen aufgenommen wurde, ähnelt einem Bild des Adler Nebels das 1995 vom Hubble Weltraumteleskop aufgenommen wurde. Beide Ansichten zeigen Sternentstehungswolken aus kühlem Gas und Staub und erscheinen aufgrund der Strahlung und der heißen Winde säulenförmig.
Das Spitzerbild stammt von der östlichen Kante der Region W5 im Sternbild Cassiopeia, etwa 7.000 Lichtjahre entfernt. Diese Region wird durch einzelne massereiche Sterne dominiert, welche etwas außerhalb des Bildausschnitts liegen und auf die die fingerähnlichen Säulen hinweisen, die 10-mal größer sind als jene im Adler Nebel.
Die größte beobachtete Säule enthält dabei hunderte nie zuvor gesehener Babysterne, wohingegen die zweitgrößte mehrere Dutzend enthält.
„Es scheint so als das die Strahlung und die Winde der massereichen Sterne die Geburt neuer Sterne beeinflussen“ sagt Dr. Lori Allen von der Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics.
Spitzers Infrarotaugen waren dabei sehr hilfreich, da optische Teleskope nicht in die Säulen hinschauen können, da der Staub das sichtbare Licht blockieren würde.
"Mit Spitzer können wir dabei nicht nur die Sterne im Inneren sehen, sondern dabei auch ihr Alter und ihr Entstehungsgeschichte studieren“ sagt Dr. Joseph Hora Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics.
Die Region W5 als auch der Adler Nebel gehören zu den so genannten massereichen Sternentstehungsregionen (high-mass star-forming regions). Sie starten als dicke und turbulente Wolke aus Gas und Staub, die später als Geburtsort ganzer Sternfamilien dienen, darunter viele, die mehr als 10-mal massereicher als unsere Sonne sind. Strahlung und Sonnenwinde der massereichen Sterne sorgen anschließend dafür, dass das wolkige Material nach außen getragen wird und nur die dichten säulenartigen Klumpen übrig bleiben.
Gemäß der Theorie von der Sternentstehung, können die Säulen so dicht mit Material angereichert werden, um eine zweite Sterngeneration hervorzubringen und damit nicht genug, da noch weitere Generationen folgen können.
Die Astronomen sind sich heute nicht sicher, ob die Sonne vor rund 5 Milliarden Jahren ebenfalls Mitglied einer solch ausgedehnten Sternenfamilie war.
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