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09.11.2005 - Die europäische Venus Express Sonde ist erfolgreich in Richtung Venus gestartet und wird am Schwesterplaneten der Erde im April nächsten Jahres ankommen.
Die Sonde der Weltraumbehörde ESA wurde an Bord einer russischen Sojus-Fregat Rakete um 4:33 Uhr europäischer Zeit auf eine Flugbahn in Richtung Venus gebracht.
Die 1240 kg schwere Sonde ist Europas erster Versuch den Planeten Venus näher zu erkunden, bisher haben lediglich die USA und Russland dies getan, wobei es den Russen auch gelang eine Sonde durch die dichte Atmosphäre des Planeten zu steuern und erfolgreich auf der Oberfläche landen zu lassen.
Zu den Aufgaben der Venus Express Sonde gehören detaillierte Studien der Struktur, Zusammensetzung und Dynamik der Atmosphäre, welche extrem heiß ist und selbst Blei zum Schmelzen bringen würde und das Sammeln von Informationen über den sich selbst verstärkenden Treibhauseffekt auf dem Planeten.
Die Sonde ist ein Zwilling der Mars Express Sonde, doch aufgrund der wesentlich größeren Anziehungskraft der Venus, gegenüber dem Mars, muss das Haupttriebwerk 53 Minuten zünden, um in einem elliptischen Orbit um den Planeten einschwenken zu können. Ein Großteil des 570 kg schweren Treibstoffs ist für dieses Manöver reserviert.
Während eine zweite kürzere Zündung die Sonde auf den finalen polaren Orbit bringt, der die Sonde bis auf 250 Kilometer an die Oberfläche des Planeten heranbringt.
Inzwischen wurden die ersten Signale aufgefangen, die besagen, dass bisher alles nach Plan verläuft.
Ein früherer Startversuch musste verschoben werden, da bei einer Kontrolle Verunreinigungen entdeckt wurden, die zunächst beseitigt werden mussten.
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