Hayabusa Sonde steht kurz vor dem Highlight der Mission

04.11.2005 - Die ehrgeizige japanische Hayabusa Mission steht kurz vor dem Höhepunkt der Mission, der Landung auf dem Asteroiden Itokawa.

Region von der die Sonde am 12. November als erstes Proben sammeln soll.
Die Landung am 25. November ist in der rotmarkierten Zone geplant.
Der 600 m lange Asteroid Itokawa, aufgenommen von der Hayabusa Sonde.

Die Sonde schwebt seitdem 12. September 2005 über dem 600 Meter langen Asteroiden und lichtet seine Oberfläche mit einer Auflösung von weniger als einen 1 Meter ab. Nun steht die Sonde kurz davor in drei Etappen auf dem Asteroiden zu landen, bevor die Sonde mit Proben des Asteroiden im Jahr 2007 zur Erde zurückkehrt.

Während der ersten Etappe am Freitag gegen 5:00 Uhr GMT wird die Sonde einen Laserentfernungsmesser testen und einen blanken „target marker“ auf dem Asteroiden absetzen.

Außerdem soll am Freitag ein 10 Zentimeter großer Roboter mit der Bezeichnung MINERVA freigesetzt werden, der mit einem Thermometer und 3 Kameras ausgestattet ist.

Die erste Probensammlung ist für den 12. November geplant. Dabei soll feiner Asteroidenstaub von der Mitte des Asteroiden gesammelt werden aus einem Gebiet, das die Bezeichnung MUSES-Sea trägt. Eine weitere Probensammlung inklusive einer Landung auf dem Asteroiden ist dann für den 25. November in einem Gebiet Namens Woomera Desert geplant, da dies den Verantwortlichen „als sicherster Landplatz gilt“.

Und dabei wird die automatische Landung wesentlich schwieriger als zunächst gedacht, da bereits 2 der 3 „reaction wheels“ (Stabilisatoren) ausgefallen sind, doch (noch) sind die Wissenschaftler guter Hoffnung, das das verbleibende „Rad“ in Verbindung mit dem Hydrazindüsen ausreicht sicher zu landen.  

Die bisher aufgenommenen Bilder von der Oberfläche des Asteroiden begeistern auch Wissenschaftler vom Southwest Research Institute in Boulder, da sie von anderen Asteroidenbildern abweichen, denn normalerweise ist ein Asteroid, ähnlich wie auch der Erdmond, von einer feinen Staubschicht mit der Bezeichnung Regolith übersäht, dabei handelt es sich um die Überreste zahlreiche Meteoriteneinschläge, doch wie dem auch sei, auf dem Asteroiden Itokawa gibt es von diesem pulverartigen Zeug nur geringe Mengen.

Des weiteren entdeckte die Sonde bisher das die Dichte des Asteroiden geringer ist als erwartet, was auch auf eine andere Zusammensetzung hindeutet. Aber auch der Mangel an Kratern auf der Oberfläche des Asteroiden ist rätselhaft, da dieses Objekt anscheinend allen Kollisionen aus dem Weg gegangen ist.

Alternativ könnte es aber auch sein, das seine Gravitationskraft nicht ausreicht, den Staub zu binden.

Im Dezember 2005 wird die Sonde den Asteroiden wieder verlassen und im Juli 2007 über Australien die Probenkapsel freisetzten.

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