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17.10.2005 - Der europäische Beobachtungsposten im All feiert seinen dritten Geburtstag und hat bereits zahlreiche extreme Energien sowie gewalttätige Prozesse im kosmischen Alltag aufgezeichnet.
Seit dem Start mit einer russischen Proton Rakete am 17. Oktober 2002 hat Integral den Himmel kontinuierlich mit seinen 4 Instrumenten abgesucht, darunter befinden sich zwei gamma-ray instruments dedicated to imaging (IBIS) und spectroscopy (SPI), ein X-ray instrument (JEM-X) und ein optical monitor (OMC).
Diese Instrumente sind Integrals „Augen“ und er ist der erste Satellit, der verschiedene Wellenlängen aufzeichnen kann und so die meisten Objekte und Ereignisse im Universum untersuchen kann.
Zu seinen Aufgaben gehört das Beobachten des Lebens und Sterbens der Sterne in unserer Galaxis, massive Schwarze Löcher, ultrakompakte Objekte wie Neutronsterne und die schwer erfassbaren und nach wie vor rätselhaften Gamma Ray Burst, dem Geburtsschrei eines Schwarzen Loches.
Integral sucht nach Gammastrahlenquellen innerhalb und außerhalb unserer Galaxis und das Zentrum unserer Galaxie gehört dabei zu seinen primären Zielen. Hier haust ein wahres Gravitationsmonster mit dem Äquivalent von 3 Millionen Sonnenmassen.
Simultane Beobachtungen mit dem weltraumbasierten europäischen Röntgenstrahlen Observatorium XMM-Newton lieferten dabei völlig neue Einsichten über die Natur supermassiver Schwarzer Löcher.
Doch auch das Aufspüren von Antimaterie und so genannter Dunkler Materie (eine exotische Form der Materie) gehören zu seinen Aufgaben. So lieferte Integral die erste galaktische Karte von Emissionen, die entstehen wenn Elektronen und Positronen aufeinander treffen.
Mit seiner Fähigkeit schwache und feine Details erkennen zu können, identifizierte Integral 91 eigenständige Quellen, die ansonsten fast vollständig von der galaktischen Hintergrundstrahlung verdeckt waren.
Außerdem entdeckte Integral eine neue Klasse von röntgenstrahlproduzierenden Doppelsternen, die durch hohe Massen, starke Stellarwinden und einem starken Materiefluss von einem Stern zum anderen charakterisiert werden.
Des weiteren lieferte Intergral in Zusammenarbeit mit XMM_Newton Beweise dafür, dass alle active galactic nuclei (aktive Galaxiekerne) supermassive Schwarze Löcher beherbergen.
Ursprünglich war die Mission nur auf 26 Monate angelegt, doch die bisherigen Ergebnisse veranlassten die Verantwortlichen dazu, die Mission bis zum Jahr 2008 zu verlängern.
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