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07.10.2005 - Japans erste Asteroidensonde, deren ambitioniertes Ziel es ist Proben des Asteroiden zur Erde zu bringen, muss den Ausfall eines zweiten Kreiselstabilisators verkraften, wodurch sich der Verbrauch an chemischen Treibstoffen für die Positionskontrolle erhöht und deshalb stellt sich das Institute of Space and Astronautical Science (ISAS) die Frage, ob die für November geplante Landung auf dem Asteroiden Itokawa nun noch möglich sei.
Japan hat zwar eine technikbegeisterte Bevölkerung und ein viel versprechendes Raumfahrtprogramm, doch das Glück ist nicht auf der Seite der Japaner. Waren es bisher hauptsächlich Schwierigkeiten mit der japanischen Trägerhoffnung H-2A, landete 2003 die japanische Marssonde Nozomi letztendlich in einer Umlaufbahn um die Sonne und da man sich zwischenzeitlich sogar darüber Gedanken machte ob die Sonde ausreichend desinfiziert ist (Erdmikroben sind zäh, was man spätestens seitdem Apollo Programm weiß), da auch eine Kollision mit dem Planeten Mars möglich war, hätten so die ersten Terraner den Mars kolonisiert.
Nun vermeldet die Hayabusa Sonde, deren ursprüngliche Bezeichnung MUSES-C lautet, 6,8 Kilometer von ihrem Ziel entfernt auf einer stabilen Position technische Probleme, die die ganze Mission scheitern lassen könnte und das über 300 Millionen Kilometer (etwa 2 AU) von der Erde entfernt.
Doch noch sind nicht alle Hoffnungen verloren, da die Sonde unter Verwendung zweier Lagekontrollsysteme mit dem einzigen verbliebenen Kreiselstabilisator noch nach geeigneten Landeplätzen sucht.
Aber wenigstens ein Teil der Mission ist beinahe erfolgreich abgeschlossen, das Kartografieren des Asteroiden in einer hohen Auflösung und auch die Navigationskamera arbeitet bisher einwandfrei, so das selbst im Fall des Scheiterns der Mission, verwertbare Daten gewonnen wurden.
Die Bodenkontrolle muss nun das Missionsprofil so anpassen, dass möglichst wenig Treibstoff verbraucht wird. Der erste Kreiselstabilisator fiel bereits im Juli aus und der zweite folgte am 2. Oktober.
Bleibt es bei dem ursprünglichen Szenario, wird Hayabusa im November einige „touch and go“ Manöver durchführen. Dabei landet die Sonde jeweils kurz auf dem Asteroiden, nimmt eine Probe auf und hebt wieder ab. Die Rückreise der Sonde zur Erde soll im Dezember beginnen. Die Ankunft am Blauen Planeten mit den Proben wird für Juni 2007 erwartet.
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