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03.10.2005 - Sind wir allein im Universum? Gibt es Planeten wie die Erde und damit auch Leben um andere Sonnen? Dank eines technologischen Durchbruchs bei der Planetenfindung stellen sich nicht nur Scifi Autoren diese Fragen, sondern auch Wissenschaftler der NASA und die Antwort ist nicht mehr Lichtjahre entfernt.
In einer kristallklaren, sternerfüllten Nacht auf dem Mauna Kea in Hawaii haben NASA Ingenieure mit dem Keck Observatory erfolgreich das Licht von drei Sternen ausgeblendet, inklusive der Sonne im Vega System. Was eigentlich nach keiner großen Leistung klingt, ist aber ein wissenschaftlicher Durchbruch, da man so die Möglichkeit hat, selbst leuchtschwache Staubscheiben in denen Planeten entstehen könnten einhergehender zu untersuchen, denn normalweise würde das Sternenlicht alles überstrahlen.
Den Ingenieuren gelang diese Herausforderung mit dem Keck Interferometer, welcher die beiden 10-Meter Teleskope miteinander verbindet. Durch das Kombinieren der beiden Teleskope eröffnen sich größere Möglichkeiten. Das Instrument, mit dem es gelang das Sternenlicht zu blockieren, wird „nuller“ genannt.
Für zukünftige Beobachtungen bedeutet dies, das ein Teleskop im Infrarot und das andere im optischen Bereich des Lichts Beobachtungen durchführen kann und so auch erdähnliche Planeten in der Staubscheine um einen Stern aufgespürt werden können.
„Wir haben bewiesen, das das Keck Interferometer das Licht von nah gelegenen Sternen blockieren kann, was uns ermöglicht die Menge des umgebenden Staubs abzuschätzen“ sagt Dr. James Fanson, Projektmanager für das Keck Interferometer vom JPL der NASA.
Die Suche soll in der zweiten Jahreshälfte 2006 beginnen nachdem das Team die Sensibilität des „nuller“ Instruments verfeinert hat.
„Die Menschen Fragen sich bereits seit 2.500 Jahren, ob es noch andere Erden da draußen gibt. Doch erst jetzt haben wir die Technologie um es herauszufinden“ sagt Michael Devirian.
Bisher haben Astronomen rund 150 extrasolare Planeten gefunden, doch dabei handelt es sich meistens um Gasriesen von der Größe des Planeten Jupiter auf denen kein Leben, so wie wir es kennen, möglich ist. Doch nun können die Wissenschaftler auch nach erdähnlichen Planeten Suchen, die die richtige Temperatur, Dichte und Chemie haben.
Die Entdeckung einer zweiten Erde ist also in greifbare Nähe gerückt.
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