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30.08.2005 - Das Spitzer Weltraumteleskop feiert in diesen Tagen seinen zweiten Geburtstag. Zeit die beeindruckenden Ergebnisse Revue passieren zu lassen.
In nur zwei Jahren veränderten die Infrarotaugen des Spitzer Weltraumteleskop (ehemals als SIRTF bezeichnet), die im Gegensatz zu optischen Teleskopen in der Lage sind den interstellaren Staub zu durchdringen, unser Bild vom Universum. So entdeckte das Teleskop zahlreiche bisher versteckte warme stellare Embryos, chaotische protoplanetarische Scheibe und majestätische Galaxien, inklusive der auf dem Bild gezeigten Galaxie NGC 4725.
Die seltsame Galaxie scheint nur einen Spiralarm zu haben. Die meisten Spiralgalaxien haben zwei oder mehr. Astronomen bezeichnen daher diese Galaxie auch als „ringed barred spiral galaxy“. Und auch unsere Milchstraße ist nach neusten Erkenntnissen keine normale Spiralgalaxie, sondern besitzt wohl einen ähnlichen aber kleineren Ring.
In der Falschfarbenaufnahme ist der ringähnliche „Arm“ der Galaxie rötlich hervorgehoben, während das Zentrum und die umliegenden Gebiete des Halos bläulich erscheinen. Das Rot repräsentiert dabei warme Staubwolken, die von neu geborenen Sternen erleuchtet werden, wohingegen die blaufarbenen Sterne ältere kühlere Sterne sind.
Es sieht so aus, als ob der rötliche Arm auswärts driftet und dabei Klumpen stellarer Materie formt, die von instabilen Magnetfeldern zusammengehalten werden.
NGC 4725 ist 41 Millionen Lichtjahre entfernt und befindet sich in der Sternkonstellation Coma Berenices.
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