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01.08.2005 - Ein relativ junger Stern, etwa 300 Lichtjahre entfernt, könnte bei dem Verständnis wie sich erdähnliche Planeten formen helfen.
Der Stern, der unter der Bezeichnung BD +20 307 bekannt ist, ist in der staubigsten Umgebung, die jemals bei einem sonnenähnlichen Stern gesehen wurde, eingehüllt. Der warme Staub ist wohl das Ergebnis von zahlreichen Kollisionen felsiger Objekte, die in einer so genannten protoplanetaren Scheibe um den Stern kreisen.
Die Untersuchungen wurden mit den Gemini und W.M. Keck Observatorien durchgeführt und unterstützen die These, dass terrestrische Planeten und Monde im inneren Sonnensystem nicht so selten sind, wie die Astronomen bisher dachten.
„Der Staub den wir entdeckten, ist genau das, was wir von Kollisionen felsiger Asteroiden oder planetenförmiger Körper erwarten und diesen Staub so dicht an einen ähnlichen Stern wie unserer Sonne zu finden wertet die Bedeutung auf“ sagt Inseok Song vom Gemini Observatory.
Seit Jahren untersuchen die Astronomen tausende von Sternen in der Hoffnung bei einem diese Infrarotsignatur zu finden. „Die Menge des warmen Staubs nahe BD+20 307 ist so beispiellos, ich wäre nicht überrascht, wenn es das Ergebnis einer massiven Kollision zwischen zwei planetengroßen Objekten wäre, ähnlich der, bei der auch unser Mond entstanden ist“ sagt Benjamin Zuckerman von der UCLA.
BD +20 307 ist etwas massereicher als unsere Sonne und liegt im Sternenbild Widder. Bereits seit den Infrarotuntersuchungen des Infrared Astronomical Satellite (IRAS) aus dem Jahr 1983 weiß man von der Existenz der Staubscheibe in diesem System, doch erst die neuen Daten zeigen eine Beziehung zwischen den beobachtbaren Emissionen und der Größe und Temperatur der Staubpartikel, die durch Kollisionen in der Nähe des Sterns entstanden sind.
Da der Stern bereits über 300 Millionen Jahre alt ist, müsste sich jeder große Planet in einer Umlaufbahn um diesen bereits geformt haben, doch wie dem auch sei, die Dynamik der felsigen Überreste des Planetenentstehungsprozesses könnte auf weitere Planeten in diesem System hindeuten.
„Was so aufregend ist, ist die Menge des Staub die Näherungsweise eine Million mal größer ist als die Menge um unsere Sonne“ so Eric Becklin.
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