Deep Impact erzählt die Geschichte eines Kometen

15.07.2005 - Ausgewertete Daten des Aufschlags des Impactors auf dem Kometen Tempel 1 zeigen eine riesige Wolke pulverförmigen Materials die herausgeschleudert wurde und darauf hindeutet, dass die Kometenoberfläche mit diesem Material bedeckt ist.

„Die größte Überraschung war die Undurchsichtigkeit der aufgewirbelten Schwaden des Impactoreinschlags“ sagt Dr. Michael A'Hearn von der University of Maryland. „Dies deutet darauf hin, dass das hinausgeschleuderte Material extrem fein war, ähnlich Talkum Puder statt Sandkörnern. Und die Oberfläche ist definitiv nicht so, wie die meisten Leute gedacht haben, wenn sie an Kometen denken – ein Eiswürfel.“

Da stellt sich die Frage, wie ein Komet durch das Sonnensystem Reisen kann, wenn er an der Oberfläche aus einer Subtanz besteht, die weniger Fest als Schnee ist?

„Man muss daran denken, in welchen Kontext er mit seiner Umwelt steht“ sagt Dr. Pete Schultz von der Brown University. „Dieses stadtgroße Objekt fliegt durch ein Vakuum. Und die einzige Störung gibt es in Sonnennähe.“

Besonders interessiert sind die Wissenschaftler an Daten und Bildern, die von der onboard Kamera kurz vor dem Auftreffen des Impactors gemacht wurden, da man auf diesen Bildern selbst 4 Meter große Objekte ausmachen kann. „Und dies ist um den Faktor 10 besser als bei jeder vorherigen Kometenmission“ so A'Hearn.

Besonders eindrucksvoll und interessant ist auch der Feuerball des vaporisierenden Impactors mit weggeschleudertem Kometenmaterial, ähnlich dem Falschfarbenbild das 50 Minuten nach dem Aufschlag aufgenommen wurde.  

Die Analyse der Daten ist noch immer nicht abgeschlossen und wird noch weiter fortgesetzt, doch sind sich die Wissenschaftler relativ sicher das der entstandene Krater eine Größe von 50 bis 250 Metern hat.

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