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27.06.2005 - Am 9. Juni testete die ESA ihre zweite und neue Deep-Space Ground Station in Cebreros, Spanien, erfolgreich. Dabei wurden Signale der beiden europäischen Sonden Rosetta und Smart-1 von der 35-Meter Antenne aufgefangen.
Die Konstruktion der neuen Bodenstation in der spanischen Provinz Avila gelang in Rekordzeit, da im Februar 2003 erst die Beratungen starteten und im Herbst 2004 mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen wurde.
Nachdem erfolgreichen Zusammenbau der Antennenstruktur im November 2004 und einer ersten Testphase der Hochfrequenz Komponenten, befindet sich das System nun in der Abschlussphase und die gesamte Antennen- Infrastruktur, inklusive der Energieversorgung und Kommunikation, sind komplett und können bald mit der eigentlichen Arbeit beginnen.
Der erfolgreiche Empfang von Signalen der beiden Sonden demonstriert die Einsatzbereitschaft der Antenne, zumal die europäische Kometensonde Rosetta 46 Millionen Kilometer von der Erde entfernt ist, während sich die Smart-1 Sonde in einem Orbit um den Mond befindet.
Die Anlage in Cebreros wird in der Lage sein, Signale im X und Ka Band zu empfangen. Das X Band (7-8 GHz) wird für die Übertragung von Routinedaten und größeren Datenpaketen verwendet, wohingegen das Ka Band (32 GHz) den Empfangsbereich erweitert und für zukünftige Missionen gebraucht wird.
Zusätzliche Messungen radioemittierender Sterne zeigten ebenfalls positive Resultate, weshalb die Unterstützung bei der Venus Express Mission, deren Start für den 26. Oktober 2005 geplant ist, nichts im Wege stehen dürfte.
Neben der Anlage in Spanien betreibt die europäische Weltraumbehörde auch eine ähnliche Anlage in New Norcia, Australien und eine weitere 35-Meter Antenne soll bis Ende 2009 in Amerika aufgestellt werden um eine Lückenlose Überwachung der europäischen Sonden zu gewährleisten.
Darüber hinaus verbesserte die neue Anlage die Fähigkeiten des ESTRACK Networks, dem acht zumeist automatisierte Stationen in Europa, Afrika, Südamerika und Australien angehören und zusätzliche Stationen in Kenia, Chile und Norwegen bereitstehen, wenn sie gebraucht werden.
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