SN 1987 A: Explodierter Stern hinterlässt keinen Kern

10.06.2005 - 1987 beobachteten erdgebundene Teleskope eine Sternenexplosion in der benachbarten Zwerggalaxie Große Magellansche Wolke (LMC).

Dies war eine seltene Gelegenheit, da beobachtbare Supernova Explosionen in der Lebensspanne eines Menschen statistisch gesehen nur einmal vorkommen, und so wurde die Gelegenheit genutzt ausführliche Untersuchungen durchzuführen, zumal es die dichteste Supernova seit 300 Jahren war.

Obwohl sich die Explosionswolken verzogen haben, konnte in dem Überrest der Supernova bisher kein Kern entdeckt werden und dies ist sehr ungewöhnlich, da massereiche Sterne die in einer Supernova explodieren nach unserem Verständnis einen Neutronenstern oder aber ein Schwarzes Loch hinterlassen müssten.

Selbst mit dem Hubble Weltraumteleskop gelang es den Astronomen nicht ein Schwarzes Loch oder aber einen ultrakompakten Neutronenstern aufzuspüren.

„Wir glauben das sich ein Neutronenstern geformt hat. Und die Frage ist: Warum können wir ihn nicht sehen“ sagte der Astronom Genevieve Graves.

„Darin liegt das Mysterium – wo ist der gesuchte Neutronenstern“ so Robert Kirshner vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics (CfA).

Das Aufspüren eines Schwarzen Lochs oder eines Neutronensterns ist zwar eine Herausforderung, da ein Schwarzes Loch z.B. nur durch seine Auswirkungen auf die benachbarte sichtbare Materie entdeckt werden kann, die erhitzt wird, wenn sie ins Schwarze Loch fällt und dabei messbare Strahlung abgibt.

Ein Neutronenstern hingegen kann mit den gegenwärtigen technischen Mitteln auf der Entfernung zur Großen Magellanschen Wolke nur entdeckt werden, wenn er Strahlung wie ein Pulsar aussenden würde oder wenn er benachbarte Materie, ähnlich wie das Schwarze Loch, beeinflussen würde.

„Ein Neutronenstern könnte sich innerhalb von SN 1987 A befinden, keine Materie beeinflussen und nicht genügend Strahlung aussenden damit wir ihn sehen“ sagt Peter Challis ebenfalls vom CfA.

Es könnte aber auch sein, das der Überrest noch zu jung ist um einen Pulsar geformt zu haben, da nach gegenwärtigen Theorien es auch 100 bis 100.000 Jahre dauern könnte damit ein Neutronenstern ein ausreichend starkes Magnetfeld erzeugt hat, um die leuchtturmartigen Ausbrüchen eines Pulsars zu erzeugen.

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