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09.06.2005 - Während eines vergangenen Vorbeiflugs der Cassini Sonde am Saturnmond Titan wurden Beweise enthüllt, die auf einen möglichen Vulkan hindeuten, welcher die Quelle für Methan in der Titanatmosphäre sein könnte.
Bilder die im Infrarotbereich aufgenommen wurden zeigen eine rundliche Struktur mit einem Durchmesser von fast 30 Kilometern, die mit nichts vergleichbar ist, was sonst auf den eisigen Saturnmonden entdeckt wurde. Die Wissenschaftler glauben, dass es sich hier um einen „Eis Vulkan“ handeln könnte, der Methan freisetzt.
„Vor Cassini-Huygens, war die weit verbreitetste Erklärung für das Vorhandensein von Methan in der Atmosphäre von Titan die Anwesenheit eines methanreichen Kohlewasserstoff Ozeans“ sagt Dr. Christophe Sotin vom JPL der NASA.
„Die Folge der wissenschaftliche Instrumente an Bord von Cassini und die Beobachtungen der Huygens Landestelle enthüllen, dass es keinen globalen Ozean gibt“ sagt Sotin, Professor der Université de Nantes in Frankreich.
„Die Interpretation dieser Struktur als cryovolcano (Kühlvulkan) liefert eine alternative Erklärung für die Präsenz von Methan in der Titanatmosphäre. Solche eine Interpretation wird von Titans Evolutionsmodellen gestützt.“
Titan ist der größte Saturnmond und der einzige Mond mit einer bedeutsamen Atmosphäre, die vorwiegend aus Stickstoff besteht, aber auch 23 % Methan enthält.
Das hochauflösende Infrarotbild des visual and infrared mapping spectrometer zeigt einen 150 Quadartkilometer großen Bereich mit einer 30 Kilometer breiten Struktur, die an Vulkane auf der Erde oder Venus erinnert.
„Wir dachten alle, das Vulkane auf dem Titan nicht existieren und finden nun den bisher überzeugendsten Beweis. Dies ist exakt das, wonach wir suchen“ sagt Dr. Bonnie Buratti.
Im Zentrum des Gebiets entdeckten die Wissenschaftler eine deutliche dunkle Struktur, die an einer Caldera erinnert und Material, bei dem es sich um eine Mixtur aus Methan und Wassereis handelt.
Das visual and infrared mapping spectrometer kann 352 Wellenlängen von Licht entdecken, von 0,35 bis 5,1 Micrometer. Es misst die Intensität der individuellen Wellenlängen und benutzt die Daten um die Zusammensetzung und weitere Eigenschaften daraus abzuleiten.
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