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04.05.2005 - Neue Bilder der Cassini Sonde von verschiedenen Saturnmonden belegen einen geringen Treibhauseffekt und seltsame Grenzen zwischen hellen und dunklen Flächen auf Titan, einen „Trojanischen Mond“ vor den Saturnringen und einen porösen Schutthaufen.
Titans komplexer Anti-Treibhaus
Bild 1 zeigt ein natürlich koloriertes Bild der oberen Titanatmosphäre, einem Ort, wo Methanmoleküle durch ultraviolettes Sonnenlicht gespalten werden und als Nebenprodukt Komponenten wie Ethan und Acetylen entstehen. Wie man in der oberen Hälfte des Bildes erkennen kann, wird durch den Dunst vorzugsweise blaues und ultraviolettes Licht gestreut.
In tieferen Schichten der Atmosphäre wechselt der Dunst in einen globalen undurchdringlichen Smog von komplexen organischen Molekülen. Dieser dichte orangefarbene Dunst absorbiert das Sonnenlicht und lässt nur ungefähr 10 Prozent des Lichts die Oberfläche erreichen.
Doch obwohl Titan eine wesentlich dichtere Atmosphäre als die Erde besitzt, ist der Treibhauseffekt auf Titan etwas geringer.
Das Bild wurde mit Cassinis wide-angle camera aus 9500 Kilometern Entfernung aufgenommen und es wurden rote, grüne und blaue Spektralfilter kombiniert um dieses Bild zu erstellen. Die Auflösung beträgt 400 Meter pro Pixel.
Die dunklen und hellen Flächen auf Titan
Während der beiden bislang dichtesten Vorbeiflüge (31. März und 16. April) am Titan machte die Cassini Sonde zahlreiche Aufnahmen der saturnzugewandten Seite des Titan. Dabei fällt vor allem die Grenze zwischen hellen und dunklen Flächen ins Auge.
Um was es sich dabei genau handelt, konnte bisher nicht geklärt werden, doch vermuten die Wissenschaftler eine flussartige Aktivität. Kanalartige Eigenschaften wie auf diesem Bild, wurde auch schon bei früheren Radaraufnahmen der Titanoberfläche entdeckt, ohne dafür eine eindeutige Erklärung zu finden.
Diones Begleiter
Der Saturnmond Helene wurde auf diesem Bild mit der Kante der Saturnringe eingefangen. Helene hat einen Durchmesser von 31 Kilometern und befindet sich 60 Grad oberhalb von Dione. Er ist, wie auch der 5 Kilometer große Mond Polydeuces, ein so genannter „Trojanischer Mond“.
Das Bild wurde mit Cassinis narrow-angle camera aus einer Distanz von ungefähr 2 Millionen Kilometern aufgenommen und die Auflösung beträgt 10 Kilometer pro Pixel.
Rubble Moon?
Der kleine und in seinem Erscheinungsbild einem Asteroidenähnliche Mond Epimetheus ist hier vor den im Hintergrundliegenden Saturnringen zu erkennen. Dieser 116 Kilometer breite Mond hat eine geringe Dichte als Wasser, was darauf hindeutet, dass er porös ist.
Aufgenommen wurde dieses Bild mit der narrow-angle camera aus 1,8 Millionen Kilometer Entfernung und die Auflösung beträgt hier auch etwa 10 Kilometer pro Pixel.
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