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21.04.2005 - Die europäische Smart-1 Sonde zeichnet seitdem Beginn ihrer Mission die Ausleuchtung der Mondpole auf. Die Wissenschaftler hoffen so, mögliches Wassereis in tiefen Krater an den Mondpolen aufzuspüren.
Die AMIE on-board camera der europäischen Mondsonde nimmt systematisch ganze Regionen unter schwachen Ausleuchtungsbedingungen auf und die Wissenschaftler hoffen so „peaks of eternal light“ (Spitzen von externen Licht) aufzuspüren.
Smart-1 nahm Aufnahmen vom Nordpol des Mondes aus 5000 Kilometern Entfernung auf und die Bilder zeigen ein stark verkratertes Gebiet des Berglandes. Die Ränder der Krater projizieren dabei lange Schatten auch auf die benachbarte Umgebung. Smart-1 zeichnet den polaren Schattenwurf während der Mondrotation und saisonalen Variationen auf, um nach Orten zu suchen, die dauerhaft im Schatten liegen.
Das erste Bild zeigt eine 275 km große Region nahe des Nordpols die am 29. Dezember 2004 aus einer Entfernung von 5500 km aufgenommen wurde. Zu sehen ist eine stark verkraterte Landschaft, die von zahlreichen Schatten der Kraterränder durchzogen ist.
Das zweite Bild zeigt einen 250 km großen Ausschnitt des Nordpols der am 19. Januar 2005 aus 5000 km Entfernung abgelichtet wurde. Besonders die obere Region ist dabei ein heißer Kandidat um nach „externen Lichtern“ zu suchen, da in den tiefen Kratern niemals ein Sonnenstrahl den Boden erreicht und es hier durchaus Wassereis geben könnte.
„Dies zeigt die Fähigkeit von Smart-1 und seiner Kamera wenig Licht Bilder der Pole und eine Perspektive für zukünftige Erforschung zu liefern“ so Jean-Luc Josset, verantwortlicher Leiter für die AMIE camera.
„Falls wir Spitzen von externen Licht bestätigten, könnte dies eine Schüsselposition für zukünftige lunare Außenposten sein“ sagt Bernard Foing, Samrt-1 Projektwissenschaftler.
Zuletzt entdeckte die amerikanische Sonde Clementine 1996 Hinweise auf Wassereis am Südpol des Mondes, die 1999 von der Lunar Prospector Sonde durch Neutronenspektroskopie bestätigt wurde und zur Überraschung aller, wurde noch größere Wassermengen am Nordpol des Mondes entdeckt. Doch noch sind nicht alle Wissenschaftler von der Existenz des Wassereis auf dem Mond überzeugt, weshalb die Erforschung weiter geht.
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