Space Shuttle: Countdown für die Rückkehr zum Flugbetrieb

25.03.2005 - Nach gegenwärtigen Planungen wird die NASA entweder am 15. Mai oder spätestens am 3. Juni wieder ein Space Shuttle vom Startkomplex 39 B des Kennedy Space Centers in den Orbit schicken.

Der Erfolg dieser Mission ist maßgeblich entscheidend über das weitere Schicksal der Internationalen Raumstation ISS, da nur das Space Shuttle neue Module aus Europa, Japan und den USA zur Station befördern kann. Deshalb fiebert auch die europäische Weltraumbehörde mit ihren amerikanischen Kollegen, da dass europäische Columbus Laboratorium demnächst ebenfalls zur Station gebracht werden soll und so die Fähigkeiten in der Erforschung neuer Werkstoffe, medizinischer und biologischer Experimente erhöht werden sollen.

Seit der Katastrophe der Columbia vom 1. Februar 2003 haben alle Space Shuttles Startverbot und wurden in der Zwischenzeit auf vielen Gebieten verbessert bzw. sicherer gemacht. Seit diesem schwarzen Tag lastete die Versorgung und der Austausch von Crewmitgliedern der Station allein auf russischen Schultern, die dank Soyuz Kapseln und Progressfrachtern auch mehr oder weniger problemlos gewährleistet wurde.   

Die siebenköpfige Besatzung des Space Shuttles Discovery wird zur ISS starten und die Verbesserungen testen und beurteilen und darüber hinaus neue Prozeduren, wie eine Inspektion im Orbit durchführen. Die Crew der Mission besteht aus: Commander Eileen Collins – dies ist erst die zweite Mission die von einer Frau geleitet wird - Pilot James Kelly, Mission Specialists Soichi Noguchi aus Japan, Steve Robinson, Andy Thomas, Wendy Lawrence und Charles Camarda.

Es sind während der 12-tägigen Missionsdauer drei Weltraumspaziergänge von Steve Robinson und Soichi Noguchi geplant und dies wird erst die dritte Mission des in Europa gebauten multi-purpose logistics module (MPLM) sein, das inzwischen auch unter den Namen Raffaello bekannt ist. Raffaello ist ein Behälter für Ausrüstungsgegenstände wie z.B. Wasser, Nahrung und Luft.  

Neben Raffaello und dem Columbus Modul ist Europa auch für das Automatic Transfer Vehicle (ATV) verantwortlich, das ab 2006 mit einer Ariane 5 Rakete gestartet werden soll und dann die Versorgung der Station mit Ausrüstungsgegenständen übernehmen wird. Außerdem wird die Crewstärke dank der Wiederaufnahme der Space Shuttle Flüge auf drei erhöht, weshalb auch europäische Astronauten die Gelegenheit bekommen werden längere Missionen im All durchzuführen.

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