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21.03.2005 - Die europäische Weltraumbehörde ESA wird die Indian Space Research Organisation bei ihrer ersten Mondmission, Chandrayaan-1, unterstützen. Dies wurde auf dem ESA Rat am 17. März entschieden.
Die Indian Space Research Organisation (ISRO) wurde 1969 gegründet und startete ihren ersten Satelliten 1975. Seitdem wurden mehrere Trägerraketen und Satelliten für die Erdbeobachtung, Telekommunikation und Wetterprognose entwickelt. Indien besitzt seinen eigenen Weltraumbahnhof in Sriharikota und hat in der Vergangenheit auch den europäischen Startkomplex in Französisch Guiana benutzt. Chandrayaan-1 ist Indiens erste Mondmission und auch der erste Versuch in planetary space science.
Es wurde vereinbart, das Europa drei Instrumente an Bord der Sonde unterstützen und koordinieren wird. Dabei handelt es sich um das Candrayaan-1 Imaging X-Ray Spectrometer (CIXS-2), ein Sub-keV Atom Relecting Analyzer (SARA) und um das Near-Infrared Spectrometer (SIR-2). Des weiteren wird die Hardware für das High-Energy X-ray Spectrometer (HEX) unterstützt. Dadurch haben auch Forschungseinrichtungen in Europa unbeschränkten Zugriff auf die Daten.
Die von Indien gewünschten Instrumente sind identisch mit denen an Bord der europäischen Smart-1 Sonde, die 2003 gestartet wurde und sich momentan in einer Umlaufbahn um den Mond befindet. Besonderheiten dieser Mission ist neben dem ersten europäischen Ionenantrieb, auch die Fähigkeit, der chemischen Analyse der Mondoberfläche aus dem Orbit heraus.
Die indische Weltraumbehörde ISRO plant den Start einer 1050 kg schweren Sonde (523 kg entfallen auf den Treibstoff und nur 440 kg auf die eigentliche Sonde). Ziel dieser Mission ist mehr über den Ursprung des Erdtrabanten zu erfahren und nicht zuletzt nach zukünftigen Rohstoffquellen zu suchen. Die Sonde wird eine Lebenserwartung von 2 Jahren besitzten und 2007/2008 starten.
Neben Europa und Indien schicken auch Japan, China und die USA weitere Sonden zum Erdmond, bevor im nächsten Jahrzehnt chinesische Taikonauten oder amerikanische Astronauten den Mond betreten bzw. wieder auf die Mondoberfläche zurückkehren.
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