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06.03.2005 - Astronomen vom Sweet Briar College und dem Naval Research Laboratory (NRL) haben einen mächtigen Ausbruch einer Radioquelle entdeckt, bei dem es sich um eine neue Klasse von astronomischen Objekten handeln könnte, dessen Ursprung aber ein Mysterium bleibt.
Die Forscher haben über einen mehrjährigen Zeitraum das Zentrum der Milchstraße aufgezeichnet und ihre Ergebnisse nun veröffentlicht.
Dr. Scott Hyman, Professor vom Sweet Briar College, sagt: „Wir haben den Jackpot getroffen. Ein Bild des galaktischen Zentrums enthüllt verschiedene Ausbrüche aus einer Quelle, in einem Zeitraum von sieben Stunden, zwischen dem 30. September und 1. Oktober 2002 insgesamt 5 Ausbrüche, die bemerkenswertweise in konstanten Intervallen auftraten.“
Das Team zeichnete das galaktische Zentrum für die Suche nach neuen vergänglichen Quellen und für Schwankungen bei ungefähr 250 weiteren Quellen auf, aber die 5 Ausbrüche einer neuen Radioquelle mit der Bezeichnung GCRT J1745-3009 waren bei weiten die Stärksten.
Obwohl die exakte Natur des Objektes ein Mysterium bleibt, glauben die Teammitglieder, dass es sich bei GCRT J1745-3009 um ein neues bislang unbekanntes Objekt handelt.
Ein wichtiger Hinweis um den Ursprung der Radioausbrüche zu verstehen ist, dass die Emissionen „kohärent“ zu sein scheinen. „Es gibt nur sehr wenige Klassen von kohärenter Strahlung im Universum.“ Interessant ist auch, dass die Ausbrüche über eine relativ große Bandbreite aufgezeichnet wurden und dass es im Röntgenstrahlenbereich keine Spur von diesem Phänomen gibt.
„Das nicht auffinden von Röntgenstrahlen ist fesselnd“ so der NRL Astronom Dr. Paul Ray. „Viele Quellen senden kurzlebig Röntgenstrahlenflares aus, wie Schwarze Löcher in einem Doppelsternsystem, ferner in Verbindung mit Radioemissionen. Falls weitere Beobachtungen definitiv Röntgenstrahlemissionen entdecken oder ausschließen, wäre dies eine unglaubliche Hilfe in dem Verständnis der Natur dieser beeindruckenden Quelle.“
Das Team plant nun weitere Untersuchungen des galaktischen Zentrums mit dem Very Large Array (VLA) radio telescope in New Mexico und anderen Röntgen- und Radioteleskopen. Des weiteren untersuchen sie, ob die neuen Ausbrüche in Verbindung mit der seltenen Klasse von Magnetaren (außergewöhnlichen Neutronensternen mit ultrastarken Magnetfeldern) stehen.
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