|
17.02.2005 - Etwa 2000 Lichtjahre von der Erde entfernt befindet sich im Sternbild Lyra der Ring Nebula, einer der Favoriten von Amateurastronomen. Nun nahm das Spitzer Weltraumteleskop diesen planetarischen Nebel genauer unter die Lupe.
Der Ring Nebula auch bekannt als M57 und NGC 6720 ist eines der besten Beispiele für einen ausgeprägten planetarischen Nebel. Ein Nebel wie dieser entsteht, wenn eine sterbende Sonne Oberflächenmaterial absprengt. Dabei entsteht ein dichter ringförmiger Zylinder aus heißem Gas und Staub um den dem Untergang geweihten Stern.
Wenn ein Stern seinen Kernbrennstoff nahezu aufgebraucht hat, wird sein Kern kleiner und heißer und dadurch werden die äußeren Schichten extrem erhitzt und abgesprengt. Das Spitzer Weltraumteleskop konnte nun, dank seines Infrarotauges, dieses ausgestoßene Material begutachten.
Frühere Aufnahmen des Nebels von optischen Teleskopen konnten nur einen flüchtigen Blick auf den Ring Nebula werfen. Erst durch Spitzer werden feine Unterschiede in den einzelnen Schichten deutlich. So befinden sich gerade in den äußeren Schichten eine bedeutende Menge an Wasserstoffmolekülen, die ultraviolette Strahlung vom Stern absorbieren oder durch die Stellarwinde aufgeheizt wurden und so Infrarotstrahlung emittieren.
Aufgenommen wurde das Bild von Spitzer bereits am 20. April 2004 und nun der Öffentlichkeit vorgestellt.
|