Shuttle-Service-Mission zum Hubble ist beste Option

11.12.2004 - Die sichere Fortsetzung des außergewöhnlichen wissenschaftlichen Nutzens und die Vorbereitung auf den eventuellen de-orbit des Hubble Weltraumteleskop machen noch eine weitere bemannte Shuttlemission zum Teleskop erforderlich, so ein Bericht des National Academies' National Research Council der von der NASA gefördert wurde.

Des weiteren steht in dem Bericht, das diese Mission so schnell wie möglich nach der Wiederaufnahme des Flugbetriebs, der Space Shuttles geschehen soll, denn noch immer haben alle amerikanischen Shuttles Startverbot, aufgrund des Unglücks der Raumfähre Columbia. Die NASA plante deshalb keine Space Shuttle mehr zu einer Wartungsmission zum Hubble zu schicken und prüfte stattdessen lieber den Einsatz einer Robotermission. Nach Auffassung der NASA Verantwortlichen sollte die Space Shuttles nur noch zum Bau der Internationalen Raumstation - ISS benutzt werden, da so im Notfall eine Evakuierung der Shuttles möglich wäre.

Doch durch den zunehmenden Verschleiß und den Ausfall einiger Teile am Hubble Weltraumteleskop, ist nach Auffassung des Komitees ein kontrollierter Absturz des Hubble nicht möglich.

"Eine Shuttle-Service-Mission ist die beste Option die Lebenserwartung des Hubble zu steigern und einen kontrollierten Absturz durchzuführen" so der Vorsitzende des Komitees Louis J. Lanzerotti, Professor am New Jersey Institute of Technology.

In den 14 Jahren, in denen das Hubble bereits im Betrieb ist, wurden 4 Wartungsmissionen durchgeführt und so der wissenschaftliche Nutzen erheblich gesteigert, so wurde dem Hubble während der ersten Wartungsmission eine "Brille" verpasst, da das Teleskop bis dahin unscharfe Bilder lieferte.

Doch da die Space Shuttles in weiten Bereichen den Technologiestand der 70er widerspiegeln und bereits 2 Space Shuttles (Challenger 1986 und Columbia 2003) verunglückt sind, ist eine Mission zum Hubble Weltraumteleskop nicht ohne Risiken, zumal ein Space Shuttle in einer Umlaufbahn mit dem Hubble Weltraumteleskop keine Möglichkeit hätte die ISS im Notfall zu erreichen.

Der Nachfolger des Hubble Weltraumteleskop ist bereits in Planung, doch wird das James Webb Weltraumteleskop erst im nächsten Jahrzehnt einsatzbereit sein.

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