Röntgenbild von Proxima Centauri

11.11.2004 - Chandra und XMM-Newton Beobachtungen des roten Zwergsterns Proxima Centauri haben gezeigt, dass sich seine Oberfläche in Aufruhr befindet.

Dieses Verhalten kann mit der geringen Masse von Proxima Centauri erklärt werden, die etwa ein Zehntel der Sonnenmasse beträgt. In den Kernen von Sternen mit geringer Masse läuft die nukleare Fusion, die Wasserstoff zu Helium umwandelt, sehr langsam ab, und erzeugt dabei eine turbulente, konvektive Bewegung durch die inneren Bereiche. Diese Bewegung speichert magnetische Energie, die dann oftmals explosionsartig in der oberen Atmosphäre des Sterns freigesetzt wird, wo sie Flares im Röntgenbereich, sowie andere Formen von Licht produziert.

Der gleiche Prozess erzeugt Röntgenstrahlung auf der Sonne, aber die magnetische Energie wird weniger plötzlich, durch Bögen aus Gas sowie gelegentliche Flares freigesetzt. Dieser Unterschied kommt durch die verschieden großen Konvektionszonen zustande, die bei größeren Sternen wie der Sonne, kleiner und dichter bei der Oberfläche sind.

Rote Zwerge sind die am häufigsten auftretenden Typen von Sternen. Sie haben Massen von etwa 8 % - 50 % der Masse der Sonne. Obwohl sie viel schwächer als die Sonne strahlen, leuchten sie wesentlich länger - Billiarden von Jahren im Fall von Proxima Centauri, verglichen mit einer geschätzten Lebenszeit der Sonne von 10 Milliarden Jahren.

Röntgenstrahlen von Proxima Centauri verhalten sich, als ob sie von einer punktförmigen Quelle stammen. Das ausgedehnte Glühen der Röntgenstrahlen ist ein Effekt, der durch die Instrumente verursacht wird. Die Natur der beiden Punkte oberhalb des Bildes ist unbekannt - es könnte sich um Quellen im Hintergrund handeln.

Autor: Frank Erhardt

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