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19.10.2004 - Vom 10.- 14. Oktober führte das Ionentriebwerk der Smart-1 Sonde ein kontinuierliches Manöver durch, bevor die Sonde im November in den Mondorbit einschwenkt.
Die Smart-1 Sonde hat seit dem Start am 27. September 2003 bereits mehr als 80 Millionen Kilometer auf ihren Weg zum Mond zurückgelegt und fliegt spiralförmig auf den Mond zu und entfernt sich dabei Stufenweisen von der Erde.
Die Smart-1 Mission wurde realisiert um zwei Ziele zu erreichen. Dabei stand vor allem das Testen neuer Technologien im Vordergrund, die auch bei interplanetaren Missionen eingesetzt werden sollen, wie das erste europäische Solar angetriebene Ionentriebwerk. Der andere Grund ist wissenschaftlicher Natur, da bislang noch keine europäische Sonde den Erdtrabanten untersucht hat.
Der lange spiralförmige Orbit um die Erde, welcher die Sonde immer dichter an den Mond heranbringt, wurde so gewählt um die Funktionsfähigkeit des Ionentriebwerks auch bei einer längeren Reise zu testen. Außerdem machte die ESA hier erste Erfahrungen mit gravitationsbedingten Manövern, wie dem swing-by Manöver, bei dem die Gravitationskraft eines Planeten ausgenutzt wird um die Sonde zu beschleunigen und damit Treibstoff zu sparen.
Im Fall von Smart-1 wurde die Gravitationskraft des Mondes während 3 "Lunar Resonanz" Manöver ausgenutzt. Eines jeweils im August und September 2004 und das Letzte im Oktober, wo das Ionentriebwerk fast 5 Tage zündete. Dadurch hat die Sonde genügend Schub um zwei weitere Orbits um die Erde zu fliegen, bevor die Sonde am 13. November beginnt, 60.000 Kilometer von der Mondoberfläche entfernt, in einen Orbit um den Erdtrabanten einzuschwenken.
Dazu wird am 15. November das Ionentriebwerk die Hauptzündung durchführen, bevor im Januar 2005 die Sonde mit ihrer wissenschaftlichen Mission beginnt.
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