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30.09.2004 - Als das National Research Council die wissenschaftlichen Ziele für die Zeitperiode von 2000-2010 festlegte, hatte eines besondere Priorität, eine Sonde zum Planeten Pluto und darüber hinaus auch jenseits davon zum Kuiper Gürtel.
Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA plant nun, nach einigen kontroverseren Diskussionen, diese Ziele umzusetzen.
Im Jahr 2006 soll von Cape Canaveral aus die New Horizons Sonde ihre Reise von der Erde zum Pluto beginnen. Die 500 kg schwere Sonde soll auch die letzten Geheimnisse des äußeren Sonnensystem lüften und insbesondere klären ob Pluto wirklich ein Planet oder ehr ein Trans Neptun Objekt wie Sedna oder Quaoar ist.
Pluto ist dann der letzte Planet in unserem Sonnensystem der Besuch von der Erde bekommt, denn bislang scheute man aufgrund der großen Distanz den äußersten Planeten zu besuchen, da eine Reise mit den heutigen Antriebsmethoden 10 Jahre dauert. Doch die Zeit drängt, denn wenn ihn nicht bis zum Jahr 2020 eine Sonde erreicht hat, verschwindet Pluto wieder in den Tiefen des Kuiper Gürtels und ist für die nächsten 200 Jahre ein gefrorener Eisklumpen, da seine Umlaufperiode um die Sonne 248 Jahre dauert und er nur in Sonnennähe "auftaut" und eine Atmosphäre besitzt, die jedoch 100.000-mal dünner ist als die Erdatmosphäre. Dennoch vermuten Astronomen auf Pluto ähnliche Atmosphäreneigenschaften, wie Wetter und Dunst, wie auf unserem Planeten.
Aufgrund der geringen Größe von Pluto und der schwachen Gravitationskraft erwarten die Wissenschaftler in der oberen Atmosphäre, aber auch ähnliche Eigenschaften wie bei einem Kometen.
Um Pluto herum und von der Erde aus kaum sichtbar, zieht Charon seine Bahnen, eine kleine Welt, die von gefrorenem Wasser bedeckt ist. Einige Wissenschaftler betrachten Charon aber nicht als den Mond von Pluto, sondern Pluto und Charon als einen "Doppel- Planeten".
Welche wissenschaftlichen Errungenschaften die New Horizons Sonde bei Pluto und Charon findet, lässt sich kaum abschätzen, zumal die wichtigsten Entdeckungen meistens zufällig geschehen.
Der aufregendste Teil der Mission beginnt aber erst nach dem Besuch beim Pluto, denn dann widmet sich die Sonde den geheimnisumworbenen Kuiper Gürtel, dem Ursprungsort der Kometen und weiterer mysteriöser Objekte wie die oben erwähnten Planetoiden Sedna und Quaoar.
Der Kuiper Gürtel war bis 1992 bloß Theorie, als dann die ersten eisigen Objekte jenseits von Pluto entdeckt worden sind und bestätigten, was viele Astronomen vermuteten. Dennoch sind auch heute noch nicht alle Rätsel um den Kuiper Gürtel gelöst und insbesondere die Frage, welche Rolle dieser Gürtel bei der Entstehung unseres Sonnensystems gespielt hat beschäftigt heute noch viele Wissenschaftler.
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