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28.09.2004 - Aktuelle Resultate vom ASPERA-3 Instrument an Bord von Mars Express bestätigen, dass in der Marsatmosphäre ein sehr effizienter Prozess abläuft, der den Verlust von Wasser erklären könnte.
Es wird angenommen, dass Wasser auf dem Roten Planeten einst reichlich vorhanden war. Professor Rickard Lundin, Leiter des ASPERA-3 Teams, beschreibt diese Entdeckung in einem Artikel, veröffentlicht in der letzten Ausgabe des Magazins "Science".
Mars wird von einer Flut geladener Partikel, die von der Sonne stammen und allgemein als "Sonnenwind" bezeichnet werden, bombardiert. Dieser Sonnenwind setzt sich aus Elektronen und Alpha-Teilchen zusammen. Der "Sonnenwind" erodiert die Marsatmosphäre und es wird angenommen, dass er einen großen Anteil von Wasser, das vor 3.8 Milliarden Jahren auf dem Planeten vorhanden war, weggefegt hat. Geologische Beweise, wie sie kürzlich durch Bilder der "High Resolution Stereo Camera" (HRSC) an Bord von Mars Express gemacht wurden, indizieren, dass Wasser geflossen und sogar ein Ozean in der nördlichen Hemisphäre die Marsoberfläche geformt hat.
Heute existiert immer noch Wasser auf dem Roten Planeten, aber weniger als in der Vergangenheit. Beobachtungen, die früher in diesem Jahr mit dem OMEGA Instrument auf Mars Express gemacht wurden, zeigten, dass Mars beträchtliche Flächen von beständigem Wasser-Eis hat, die sich von seinem Südpol aus ausdehnen.
Das ASPERA-3 Instrument an Bord von Mars Express zielt darauf ab, die Frage zu beantworten, ob Wechselwirkungen mit dem Sonnenwind und der oberen Marsatmosphäre für die Wasserentleerung verantwortlich sind. Es misst einen Prozess, genannt "Sonnenwind Ausstoßungen" oder das langsame und "unsichtbare" Entweichen von flüchtigen Gasen und flüssigen Komponenten, welche die Atmosphäre und Hydrosphäre des Planeten ausmachen. Mit einem Plasma-Spektrometer und einem speziellen Bildgeber um energetisch neutrale Atome zu erfassen, unternimmt ASPERA-3 globale und gleichzeitige Messungen des Sonnenwindes, dem Zustrom von energiereichen Partikeln und auch des "Planetarischen Winds", welches der Abfluss von Partikeln aus der Marsatmosphäre und Ionosphäre ist.
Aspera 3 hat gezeigt, dass der Sonnenwind durch die Ionosphäre hindurchdringt und sehr tief hinein in die Marsatmosphäre, hinunter bis auf eine Höhe von 270 Kilometern. Dies scheint der Grund für den sich beschleunigenden Prozess zu sein, der den Verlust der Marsatmosphäre auslöst.
Autor: Frank Erhardt
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