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24.09.2004 - Die Erde bietet neben spektakulären Naturphänomenen auch gewaltige zerstörerische Kräfte wie Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tornados, doch wenn man die Nachrichten der letzten Wochen verfolgt hat, könnte man glauben, dass Hurricanes die einzigen Naturphänomene sind.
Seit Jahren studieren Wissenschaftler die Prozesse, die dieses wilde Phänomen beschreiben und erklären. Doch erst jetzt hat man die Techniken und Instrumente um eine gründliche Analyse durchzuführen und den Ursprung dieser natürlichen Wettermaschinen zu erforschen.
Es ist die einzigartige Geschichte des Hurricane Isabel aus dem Jahr 2003 der die Wissenschaftler begeistert. Nach fast einem Jahr der Forschung und Analyse glauben Experten nun den beispiellosen Fall der Geschichte des Hurricane von der Geburt bis zum Tod in nie da gewesener Genauigkeit verstanden zu haben.
Doch auch in diesem Jahr peitscht ein Hurricane nach dem anderen durch die Karibik. In den ersten Septemberwochen war es Frances, der heftige Winde und peitschenden Regen an die südöstliche Spitze Floridas brachte. Dieser gigantische Sturm, der zunächst gemächlich über den Atlantik zog, wurde hier durch das warme Wasser aufgeladen (wenn die Wassertemperatur nämlich unter 26 Grad Celsius liegt kann ein Hurricane nicht "überleben") und stürmte dann mit mehr als 140 mph über die Karibik (Kategorie 4). Dies zeigt auch warum Hurricanes meistens im späten Sommer und frühen Herbst auftreten, da der Ozean zu dieser Zeit die meiste Sonnenenergie absorbiert und damit die Wassertemperatur höher liegt als normal.
Aufgezeichnet wurde Frances dabei durch den auf einem geostationär geparkten Satelliten GOES-East (Geostationary Operational Environmental Satellite). Die Bilder wurden ursprünglich im Infrarotbereich aufgenommen und erst später nachbearbeitet, besonders bemerkenswert ist die klassische Struktur dieses Hurricanes mit gut definierten Armen und einer kreisrunden Struktur.
Besonders überrascht wurden die Wissenschaftler durch die Geburtsorte der Hurricanes. So entstand z.B. der Kategorie 5 Hurricane Isabel im Bergland von Ost Äthiopien und wurde erst im Laufe der Reise über den Atlantik zu dem zerstörerischen Sturm.
Tropische feuchte Luft kommt meistens aus dem Roten Meer und den Golf von Aden und zieht dann über die äthiopischen Berge, wo ein Leichplatz für Gewitterstürme herrscht. Während ihrer Reise über den afrikanischen Kontinent gewinnen die Gewitterstürme an Größe und Stärke bevor sie über den Atlantischen Ozean ziehen und hier durch das ungewöhnlich warme Wasser (einige Klimaforscher machen den Treibhauseffekt dafür verantwortlich) nochmals um ein Vielfaches verstärkt werden.
Pazifische Stürme entstehen auf ähnliche Weise jedoch liegt ihr Ursprungs Ort meist in Zentralamerika.
Zum ersten Mal in der Geschichte wurde ein Sturm (Isabel) so gut, durch so viele Instrumente beobachtet. Bereits am 22. August 2003 beobachtete der NOAA Satellit die Reise von Isabel vom afrikanischen Kontinent über den Atlantik. Auch wenn man nicht in der Lage war den Sturm die ganze Zeit aufzuzeichnen, wusste man doch über die Intensität der Winde, den Niederschlag und die innere Temperatur des Sturms durch verschiedene Sensoren von mehreren Erdbeobachtungssatelliten bescheid.
Aus dem Weltraum heraus hinterlassen Hurricanes meteorlogische Fingerabdrücke, so gelang es dem Instrument mit der Bezeichnung AMSU (Advanced Microwave Sounding Unit) an Bord von dem NOAA-15 Satelliten einen Blick auf den "warmen Kern" des Hurricane zu werfen. Während das TRMM (NASA's Tropical Rainfall Measuring Mission), das einen Hurricane in drei Dimensionen sehen kann, die Region unter dem "warmen Kern", wo die Regenfälle am intensivsten sind, erforschte.
Hurricanes bestehen wie Menschen auch, aus einigen elementaren Elementen: Wasser, Luft und Energie. Außerdem wurden sie am richtigen Ort und zur richtigen Zeit "errichtet" und drehen sich auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn und auf der Südhalbkugel in die andere Richtung. Darüber hinaus verfügt ein Hurricane über ein zentrales Auge, einer Region mit niedrigem Druck umgeben von wilden zirkulierenden Winden, für gewöhnlich ist diese Region aber ehr ruhig. Anders sieht es in der so genannten "Augenwand" (eye wall) aus, einer Region mit dichten Wolken und den stärksten Winden, manchmal auch als Energielieferant bezeichnet. Und zu guter Letzt die "Regen Banden" (rain bands), dabei handelt es sich um gigantische spiralförmige Wolken, die das Auge des Hurricanes umrunden.
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