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21.09.2004 - Aktuelle Analysen der Daten von ESA´s Mars Express zeigen, dass sich Konzentrationen von Wasserdampf und Methan in der Marsatmosphäre signifikant überlappen.
Diese Resultate, gewonnen mit Daten vom "Planetary-Fourier-Spektrometer" (PFS), sorgen für einen Schub im Verständnis von geologischen und atmosphärischen Prozessen auf dem Mars, und liefern wichtige neue Hinweise für die Berechnung der Hypothese über Leben auf dem Roten Planeten.
PFS beobachtete, dass 10 - 15 Kilometer über der Oberfläche Wasserdampf gemischt und gleichmäßig in der Atmosphäre verteilt ist. Es fand jedoch auch heraus, dass der Wasserdampf dicht an der Oberfläche in den drei breiten äquatorialen Regionen (Arabia Terra, Elysium Planum und Arcadia-Memnonia) höher konzentriert ist.
Dort ist die Konzentration zwei- bis dreimal höher als in den anderen beobachteten Regionen. Diese Regionen stimmen auch mit den Gebieten überein, in denen NASA´s Odyssey Raumschiff eine Wasser-Eis-Schicht von ein paar Zehntel Zentimeter unterhalb der Oberfläche beobachtet hat.
Neue genauere Analysen von PFS Daten bestätigen auch, dass Methan nicht gleichförmig in der Atmosphäre verteilt, sondern in einigen Gebieten konzentriert ist. Das PFS Team hat beobachtet, dass Gebiete mit der höchsten Konzentration von Methan sich mit den Gebieten, in denen Wasserdampf und unterirdisches Eis ebenfalls konzentriert vorkommen, überlappen. Diese räumliche Korrelation zwischen Wasserdampf und Methan deutet auf eine gemeinsame unterirdische Quelle hin.
Erste Überlegungen haben die unterirdische Schicht aus Eis in Betracht gezogen. Dies könnte mit dem "Eistisch" Konzept erklärt werden, in dem geothermische Hitze von unterhalb der Oberfläche, Wasser und anderes Material nach oben zur Oberfläche treibt. Es könnte dann gefrieren bevor es dort ankommt, aufgrund der sehr niedrigen Oberflächentemperatur (einige Dutzend Grad unter dem Nullpunkt) und des niedrigen Luftdrucks.
Weitere Untersuchungen werden notwendig sein, um die Zusammenhänge zwischen dem "Eistisch" Konzept sowie Vorkommen und Verteilung von Wasserdampf und Methan in der Atmosphäre zu verstehen.
Mit anderen Worten kann der geothermische Prozess, welcher den "Eistisch versorgt", auch Wasserdampf und andere Gase wie Methan zur Oberfläche transportieren? Gibt es flüssiges Wasser unterhalb des "Eistisches"? Existieren Bakterien im Wasser unterhalb des "Eistisches", die Methan und andere Gase produzieren und diese an die Oberfläche und Atmosphäre abgeben?
Das PFS Instrument hat auch Spuren von anderen Gasen in der Marsatmosphäre aufgezeichnet. Ein Bericht darüber wird gerade überprüft. Weitere Untersuchungen werden es zur Aufgabe haben, zu schauen ob diese Gase mit Wasser und Methan in Zusammenhang gebracht werden können und damit helfen die Fragen zu beantworten. Vor Ort Untersuchungen von zukünftigen Mars-Lander-Missionen werden vielleicht eine allgemeinere Lösung dieses Puzzles liefern.
Autor: Frank Erhardt
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