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09.09.2004 - NASA's Spitzer Space Telescope hat ein Bild von zwei kollidierenden Galaxien aufgenommen, die dabei Zerstörung und eine Welle der Bildung neuer Sterne hervorrufen.
Das Infrarotbild der Antennen-Galaxie zeigt, wie sie sich miteinander vermengen und dabei massive Auswürfe von Sternen und Wolken von Staub hervorbringen. Spitzer kann durch den dunklen Staub hindurch "sehen" und hat dabei große Sternenbildungsregionen von jungen Sternen gefunden, die im Zentrum der Galaxien liegen, dort wo sie sich überlappen. Diese Wolke von vergrabenen Sternen erscheint in diesem Bild rot, und blau deutet auf ältere Sterne hin, die auch im sichtbaren Licht gesehen werden können.
NASA's Spitzer Space Telescope hat seine Infrarot-Augen auf eine gewaltige galaktische Kollision ausgerichtet und ist dabei nicht Zeuge von Tot, sondern einer Brutstädte von Leben geworden.
Die kollidierenden Galaxien, genannt Antennen-Galaxien, befinden sich im Prozess der Verschmelzung miteinander. Während sie sich ineinander vermengen, bringen sie große Auswürfe von Sternen und dunklen Staubwolken hervor. Spitzers hitzeempfindlichen "Augen" haben durch diesen Staub gesehen und eine versteckte Population von neugeborenen Sternen gefunden.
"Diese Menge von Spitzer Berichten, nur ein Jahr nach seinem Start, zeigt, dass das Teleskop wirklich ein neues Bild des Universums liefert," sagt Dr. Michael Werner, Wissenschaftler im Spitzer Projekt an NASA's Jet Propulsion Laboratory, Pasadena, Calif. "Diese Berichte zeigen die ersten Resultate, also wird das Beste noch kommen."
In der neuesten Untersuchung der Antennen-Galaxien enthüllte Spitzer, eine neue Generation von Sternen an der Stelle, wo die beiden Galaxien zusammenstoßen.
"Wir hatten schon vermutet, dass sich in dieser Region neue Sterne bilden, waren aber nicht sicher in welchem Umfang," sagt Dr. Zhong Wang, Hauptautor des neuen Berichts und Astronom am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, Cambridge, Mass. "Jetzt sehen wir, dass die meiste Sternbildung in beiden Galaxien, in den überlappenden Regionen, auftritt."
Die Antennen-Galaxien sind ein klassisches Beispiel für einen galaktischen Zusammenschluss. Diese beiden Spiralgalaxien, 68 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, haben vor ca. 800 Millionen Jahren begonnen um ein gemeinsames Gravitationszentrum zusammenzufallen. Während sie ihren Zusammenstoß fortsetzen, werden in einem Prozess Wolken von Gas zusammengepresst, von dem angenommen wird, dass er die Geburt von neuen Sternen auslöst. Astronomen glauben, dass die beiden Galaxien am Ende zu einer kugelförmigen Galaxie verschmolzen sein werden und nur noch kleine Hinweise auf ihre Vergangenheit hinterlassen.
Galaktische Zusammenschlüsse sind weit verbreitet im Universum und spielen eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung von Wachstum und Entwicklung von Galaxien. Unsere Milchstraße wird z.B. mit unserem dichtesten Nachbarn, der Andromeda Galaxie, kollidieren.
Vorherige Aufnahmen der Antennen im sichtbaren Bereich zeigen atemberaubende Bilder des kreisenden Duos, mit hellen Bereichen von jungen Sternen, die sich verteilt in den Spiralarmen befinden. Im Zentrum der Galaxien, dort wo sie sich überlappen, kann man jedoch nur dunkle Wolken aus Staub erkennen. In Spitzer´s neuem Falschfarbenbild, das mit einem Bild von einem Teleskop auf der Erde kombiniert wurde, das im sichtbaren Bereich aufgenommen wurde, um die neuen Strukturen hervorzuheben, erscheinen diese Wolken von vergrabenen Sternen hell in rot. Die Informationen aus dem sichtbaren Bereich sind blau gefärbt und deuten auf Regionen hin, die ältere Sterne enthalten. Die Kerne der Galaxien sind weis.
"Dieses komplette Bild der Sternenbildung in den "Antennen" hilft uns die Entwicklung von kollidierenden Galaxien besser zu verstehen, und damit auch das eventuelle Schicksal unserer Eigenen," sagt Dr. Giovanni Fazio, ein Co-Autor für die Forschung und Astronom am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics." Fazio ist Hauptverantwortlicher für die Infrarot-Kamera an Spitzer, welche die neuen "Antennen"-Bilder aufgenommen hat.
Autor: Frank Erhardt
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