Eine Sonde von Außerirdischen - der beste Weg ET zu finden

02.09.2004 - Es könnte ein außerirdisches Raumschiff mit einer Nachricht für uns irgendwo in unserem Sonnensystem lauern, sagen Wissenschaftler, die für das Magazin "Nature" schreiben.

Bis jetzt wurde angenommen, dass es der beste Weg sei nach Radiosignalen von ET zu suchen, weil solche Signale große Distanzen zurücklegen können.

Eine Analyse von US Forschern legt allerdings nahe, dass es effizienter sein könnte eine Sonde ins All zu schicken.

Eine neue Radiountersuchung von 800 Sternen zeigte kein Anzeichen eines Signals von Außerirdischen.

Wasserlöcher

Die Suche nach Leben im All, trat mit einem Artikel im Magazin "Nature", geschrieben 1959 von Giuseppe Cocconi und Philip Morrison von der Cornell University, in seine moderne Ära ein.

Sie argumentierten, dass mit Radioteleskopen, die für eine Überwachung des Himmels gebaut werden, auch nach Signalen von Ausserirdischen gesucht werden könne.

Von allen Methoden bieten Radiowellen die beste Möglichkeit, um Informationen über stellare Distanzen zu schicken.

Es gibt sogar bestimmte Frequenzen, deren Verwendung logisch wäre. Die so genannten "Wasserlöcher" sind eine ruhige Region im Radiospektrum die durch die Emmision von Wasserstoffatomen generiert werden und wenn man von der Verbindung zwischen Wasser und Leben ausgeht, vielleicht ein spektrales Rendezvous für Arten darstellen.

Seit 1959 hat es viele Suchen gegeben, meist im Bereich der "Wasserlöcher", die alle ergebnislos verliefen. Forscher haben auch Ausschau nach Lasersignalen gehalten, weil diese unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls eine gute Möglichkeit bieten eine Nachricht von einem Stern zu einen anderen zu senden.

Flaschenpost

Christopher Rose von der Rutgers University und Gregory Wright von Antiope Associates, beide in den Vereinigten Staaten, präsentieren eine neue Analyse des alten Themas, die vielleicht erklärt, warum die Suchen nach ET mit Radiowellen nicht erfolgreich war.

Sie sagen, dass es unter den meisten Umständen mehr Sinn macht eine Sonde, die eine Nachricht beinhaltet, zu einem anderen Sternensystem zu schicken, als eine Radiowelle.

Es sei denn die Nachrichten sind kurz, sagen die Beiden. Dann ist ihre "Packetierungs-Strategie" effezienter und braucht weniger Energie pro Bit an Information die übertragen wird.

Ihre Arbeiten eröffnen eine Forschung erneut, die von ET-Jägern nicht weitergeführt wurde, weil sie dachten, dass die Energie die benötigt wird um eine "Flaschenpost" auf die Reise zu schicken, sehr viel größer wäre als ein Signal in einer Radiowelle zu senden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein außerirdisches Raumschiff sich in unserem Sonnensystem versteckt, ist eine der immer wieder benutzten Theorien für Science Fiction. Sie wurde 1951 von Arthur C Clarke in "The Sentinel" benutzt, welches die Geschichte eines außerirdischen Artefakts, dass auf dem Mond entdeckt wird, erzählt. Das Buch war die Grundlage für den Film "2001: A Space Odyssey." von 1968.

Autor: Frank Erhardt

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