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11.06.2004 - Astronomen benutzten einen globalen Zusammenschluss von Radioteleskopen um eine stellare Explosion, 30 Millionen Lichtjahre entfernt, zu untersuchen. Dabei entdeckte sie entweder das jüngste Schwarze Loch oder den jüngsten Neutronenstern.
Eine Supernova ist die Explosion eines massereichen Sterns nachdem dieser seinen Vorrat an nuklearen Brennstoff aufgebraucht hat und kollabiert ist. Was jetzt noch übrig bleibt, ist abhängig von der Masse, entweder ein Neutronenstern, wo das Material auf die Dichte eines Atomkerns zusammengedrückt wird, oder aber ein Schwarzes Loch, wo die Materie so fest zusammengedrückt wird, dass eine Singularität mit einer ungeheuren Gravitationskraft entsteht, dem nicht einmal Mal mehr das Licht entkommen kann.
Ein Team von Wissenschaftlern studierte die Supernova mit der Bezeichnung SN 1986J in der Galaxie NGC 891. Die Supernova wurde, wie der Name bereits vermuten lässt, 1986 entdeckt und an seiner Untersuchung waren folgende Radioteleskope beteiligt: Das Very Long Baseline Array (VLBA), das Robert C. Byrd Green Bank Telescope (GBT) und das Very Large Array (VLA), zusammen mit Radioteleskopen des European VLBI Networks.
Dabei wurden Bilder in einem beeindruckenden Detailreichtum gemacht, die die Evolution der Explosion zeigen. "Eine Supernova ist eines der energiereichsten Ereignisse im Universum nach dem Urknall (besonders ein Gamma ray burst (GRBs) der in Verbindung mit einem speziellen Supernova Typ steht, setzt ungeheuere Energiemengen frei). Es ist ein faszinierender Anblick zu sehen, wie der Rauch von der Explosion weg geweht wird und wie nach all den Jahren das glühende Zentrum enthüllt wird."
Analysen des hellen Zentrums zeigen, dass seine Charakteristik unterschiedlich zu den Überresten der äußeren Hülle der Supernova Explosion ist.
"Wir können noch nicht mit Gewissheit sagen, ob es sich bei dem Objekt im Zentrum um ein Schwarzes Loch, einen Pulsar oder einen normalen Neutronenstern handelt" sagt Michael Rupen vom NRAO.
"Es ist sehr aufregend, zumal es sich entweder um das jüngste Schwarze Loch oder um den jüngsten Neutronenstern handelt, der jemals gesehen wurde." Der jüngste Pulsar, der bislang entdeckt wurde, ist 822 Jahre alt.
Wenn es sich um einen jungen Pulsar handelt, wäre es extrem wichtig für unser physikalisches Verständnis zu erfahren, wie schnell er rotiert und wie stark sein Magnetfeld ist, so Rupen.
Die Wissenschaftler weisen des weiteren darauf hin das SN 1986J in vielen Wellenlängen beobachtet werden kann, nicht nur im Radio-, sondern auch im Infrarot und sichtbaren Bereich. Vielleicht entdeckt Spitzer, Chandra oder das Hubble mehr.
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