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02.06.2004 - Das Spitzer Weltraumteleskop fängt in einem beispiellosen Detailreichtum Hinweise auf die letzte "Mahlzeit" der Centaurus A Galaxie. Eine Spiral Galaxie verdreht in die Form eines Parallelogramms aus Staub.
Während frühere Beobachtungen mit anderen Teleskopen diesen galaktischen Überbleibsel entdeckt haben, zeigt erst das Bild von Spitzer, dank seiner sensiblen Infrarotaugen, die seltsame geometrische Struktur.
"Jetzt können wir die aktuelle Form dieser Struktur sehen, was uns hilft zu verstehen, wie sie entstanden ist" sagt Dr. Jocelyn Keene, Astronom am JPL der NASA und vom Caltech.
Die Centaurus A Galaxis ist eine elliptisch geformte Galaxie in 10 Millionen Lichtjahren Entfernung und gehört zu den größten Radioquellen am Himmel, was indirekt auf ein Supermassives Schwarzes Loch im Zentrum hindeutet. Vor etwa 200 Millionen Jahren ereignete sich hier eine Galaxiekollision, bei der eine kleinere Spiral Galaxie vollständig verschluckt wurde und für das Entstehen neuer Sterne sorgte.
Durch das Auflösen dieser ungewöhnlichen parallelogrammähnlichen Struktur kamen die Astronomen hinter das Geheimnis und konnten rekonstruieren, was sich damals ereignet hat. Die geometrische Form kann durch Modelle erklärt werden, die eine flache Spiral Galaxie beschreiben, die in die elliptische Galaxie hineinfällt und durch diesen Prozess verbogen und verzerrt wird. Das Modell prophezeit des weiteren, das der Überbleibsel der Galaxie unweigerlich zu einer Ebene geglättet wird, bevor er von der Centaurus A Galaxie vollständig verschluckt wird. Verzerrte Scheiben wie diese sind die "rauchende Colts" des galaktischen Kannibalismus und beweisen, dass eine Galaxie auf den Speiseplan einer anderen gestanden hat.
Durch solch eine Galaxiefütterung bilden und wachsen gigantische elliptische Galaxien und liefern so den Treibstoff für die starke Radioaktivität des Zentralen Schwarzen Loches.
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