Arktisches Ozonloch stärker vom Klima abhängig als bislang gedacht

24.04.2004 - Eine neue Studie von Wissenschaftlern zeigt zum ersten Mal die Beziehung zwischen dem Ozon Loch über der Antarktis und Temperatur Änderungen in der Stratosphäre der Erde.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass es aufgrund des Vorhandenseins von industriellem Chlor und Brom zu Änderungen im stratosphärischen Klima kommt. Durch den Verlust der Ozonschicht gelangen gesundheitsschädliche Ultraviolette Strahlen bis an die Oberfläche und verstärken unter anderem so das Risiko einer Hautkrebserkrankung.

Die Studie brachte ans Licht das die Ozonschicht über der Antarktis dreimal empfindlicher auf Temperatur Änderungen reagiert als bislang gedacht. Dies führt zu der Möglichkeit, das ein fallen der Temperatur in der Stratosphäre einen bedeutenden Einfluss auf die Ozonkonzentration über der Antarktis hat. Geleitet wurde die Studie unter Beteiligung von Wissenschaftlern des JPL der NASA von dem deutschen Wissenschaftler Dr. Markus Rex vom Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung aus Potsdam.

Die Forscher analysierten mehr als 2000 Ballonmessungen über einen Zeitraum von 12 Jahren. Sie fanden heraus, dass die Menge des Ozonverlustes während eines arktischen Winters annährend übereinstimmt mit der Menge an Luft, abhängig von der Temperatur, die polare stratosphärische Wolkenformationen bildet. Dadurch kommt es zu einer Umformung des Chlors von nicht reagierenden Formen zu waren Ozon Killern.

Die Wissenschaftler fanden über die kältesten stratosphärischen Winter, während sich der größte Verlust von Ozon aufgrund von größeren polar stratosphärischen Wolkenformationen ereignet, dass sie allmählich kälter geworden sind in den vergangenen Jahrzehnten.

"Falls sich die stratosphärischen Klimabedingungen nicht seit den 60ern geändert hätten, das arktische Ozonloch währe heute weit weniger ernst, verursacht durch den Anstieg von Fluorchlorkohlenwasserstoff und Brom" so Rex.

Die Forscher versuchen nun zu verstehen, warum die arktische Stratosphäre abkühlt. Eine Reihe von Faktoren kommen dafür in Frage: der Anstieg von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid; eine Rückkopplung zwischen der Ozon Abnahme und stratosphärischen Temperaturen; oder eine Neutrale variabel.

Am wahrscheinlichsten ist jedoch der Treibhauseffekt als Ursache, da größere Mengen von Treibhausgasen dafür verantwortlich sein können, das sich die niedrigen Atmosphärenschichten erwärmen, dadurch wird auch die Oberfläche mit erwärmt und dies verhindert, das sich die Stratosphäre aufheizen kann, und kühlt so die oberen Atmosphärenschichten ab.

Anmerkung: Die Erde hat auch einen "natürlichen Treibhauseffekt", der die Temperaturen um ungefähr 35° Celsius erhöht, ohne diesen Effekt wäre menschliches Leben so wir es kennen nicht möglich.

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Eisbären am Südpol ??
Arktische Wolken
Copyright: NASA


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