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16.03.2004 - Wissenschaftler der NASA haben das bislang weit entfernteste Objekt in unserem Sonnensystem entdeckt. Dabei handelt es sich um einen planetenähnlichen Körper der dreimal soweit von der Erde entfernt ist wie Pluto. Möglicherweise handelt es sich um einen zehnten Planeten.
"Die Sonne erscheint so klein bei dieser Distanz, das man sie mit einem Stecknadelkopf verdecken kann" so Dr. Mike Brown vom California Institute of Technology. Das neue Objekt das nach der Inuit Göttin des Meeres "Sedna" benannt wurde ist 13 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. An seinem weit entferntesten Punkt sogar 130 Milliarden Kilometer.
Dies ist vielleicht der erste Körper aus der Oort'schen Wolke, den man direkt entdeckt hat, einer weit entfernten Region mit vielen kleinen eisigen Körpern, wo auch der Ursprung der Kometen, die in Sonnennähe ihren typischen Schweif bilden, liegt.
Sedna besitzt ¾ der Größe vom Pluto und hat eine ungewöhnliche Farbe, denn der Mars ist nicht mehr der einzige rote Körper im Sonnensystem. Damit ist der neu entdeckte Körper der Größte und ungewöhnlichste seit der Entdeckung von Pluto 1930.
Dr. Chad Trujillo vom Gemini Observatory und David Rabinowitz von der Yale University entdeckten den neuen Planetoiden schon am 14. November 2003 mit dem 48-inch Samuel Oschin Telescope vom Caltech's Palomar Observatory nahe San Diego. Seither richteten Forscher aus der ganzen Welt ihre Teleskope auf das neue Objekt und auch das neue Spitzer Weltraumteleskop nahm Sedna genauer unter die Lupe.
Sedna ist soweit von der Sonne entfernt das die Temperaturen in dieser Gegend nicht über -240°C steigen und auf seinen 10.500 Jahre dauernden Umlauf um die Sonne kann es sogar noch kälter werden.
Da es Hinweise darauf gibt das Sedna sogar einen Mond besitzt, stellt sich die Frage ob es sich hier nicht um einen vollwertigen Planeten handelt, schließlich zählt Pluto auch nur zu den Planeten und nicht zu den Trans Neptun Objekten wie der 2002 entdeckte Planetoid Quaoar, da Pluto einen Mond besitzt.
Genauere Informationen erhoffen sich die Wissenschaftler vom Hubble Weltraumteleskop.
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