Hochenergie Jet liefert Hinweise auf den Urknall

26.11.2003 - Mit einer Entfernung von 12 Milliarden Lichtjahren zur Erde ist dies der weitentfernteste Jet, der jemals entdeckt wurde. Die Entdeckung dieses Jets ist deshalb besonders wichtig, da die Astronomen so die Möglichkeit haben die Intensität der kosmischen Hintergrundstrahlung lediglich wenige Milliarden Jahre nach dem Urknall zu messen.

Das Chandra Bild von GB1508+5714 zeigt einen Jet bestehend aus Hochenergiepartikeln der sich über 100.000 Lichtjahre vom supermassiven Schwarzen Loch ausstreckt.

Bei Quasaren handelt es sich wahrscheinlich um aktive Galaxiekerne, die ein supermassives Schwarzes Loch beherbergen und bei dem die äußeren Galaxieteile, wie die Spiralarme, entweder zu schwach leuchten, um sie zu entdecken oder bereits in das Schwarze Loch gestürzt sind. Dieser Wachstumsprozess des supermassiven Schwarzen Lochs wird oft von mächtigen Hochenergie Jets begleitet.

Die Elektronen, aus denen der Jet besteht, entfernen sich mit annährender Lichtgeschwindigkeit vom Quasar und bewegen sich dabei durch das Meer der kosmischen Hintergrundstrahlung, die aus der heißen frühen Phase des Universums stammt. Dabei kommt es vor, dass sich schnell bewegende Elektronen mit Photonen der Hintergrundstrahlung kollidieren und diese durch die größere Energiemenge in den Röntgenbereich verschoben werden.

Die beobachtbare Röntgenstrahlenhelligkeit des Jet, hängt dabei von der Energie des Elektronenstrahls und der Intensität der kosmischen Hintergrundstrahlung ab, übereinstimmend mit dem Standardmodell der Urknalltheorie. Des weiteren liefert die Helligkeit des Jets Informationen über die ungeheuren Energiemengen in den äußeren Regionen der gastgebenden Galaxie des Quasars in einer frühen Stufe. Diese Energiezufuhr hat einen schweren Einfluss auf die Evolution einer Galaxie durch Auslöschung von Sternenformationen oder der Hemmwirkung Materie aus dem interstellaren Raum aufzunehmen.

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Copyright: NASA/CXC/A.Siemiginowska et al.; Illustration: CXC/M.Weiss


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