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21.11.2003 - Modernste Techniken um extrasolare Planeten zu entdecken werden jetzt auch für den Kampf gegen Krebs benutzt. Dadurch können Krebszellen schon im Frühstadium erkannt werden.
Das Finden von Planeten wird durch die Sterne, um welche die Planeten kreisen, erschwert, da die Planeten überstrahlt werden. Aber ESA-Astronomen haben eine Methode gefunden, um das Sternenlicht zu "neutralisieren": Man kombiniert zwei oder mehrere Teleskope und simuliert eine Sonnenfinsternis. Dann wird das schwache Licht eines Planeten sichtbar.
Die Darwin-Mission der ESA wird die 1000 Sterne in der "näheren Umgebung" untersuchen und dabei dieses neue Verfahren anwenden. Aber diese neue Art wird nicht nur helfen, Planeten leichter zu entdecken, sondern es auch ermöglichen, dass man die Atmosphären dieser Objekte untersucht.
In den Niederlanden wird diese Methode von der Forschungsgesellschaft TNO/TPD auch in der Medizin verwendet: So lassen sich Bilder von z.B. der Haut in viel höherer Auflösung machen. Dies ermöglicht unter anderem die Erkennung von Krebs im Frühstadium.
Aber das ist nicht das erste Mal, dass Weltraumforschung in der Medizin benutzt wird. Ein ursprünglich zur Auffindung von Röntgenstrahlung geschriebenes Computerprogramm wurde für die Früherkennung von Hautmelanomen modifiziert.
Mit der Software wurde eigentlich die störende Hintergrundstrahlung eliminiert; in der Medizin wurden kleine Farbunterschiede gezeigt, anhand deren die Ärzte eventuell auf bösartige Melanome hinweisende Unregelmäßigkeiten im Zellwachstum viel besser erkennen können.
Autor: Jan Oertlin
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