Hubble entdeckt zwei neue Uranusmonde

26.09.2003 - Das Hubble Weltraumteleskop enthüllt zwei kleine Monde um Uranus die lediglich einen Durchmesser von 12 - 16 km haben. Damit steigt die Anzahl der Uranusmonde auf 23 an.

Die beide neuen Monde des Uranus sind so dunkel, das Selbst die Voyager 2 Sonde sie bei ihrem Vorbeiflug 1986 nicht entdeckte. Hinzu kommt, dass sie auf sehr engen Bahnen um den Planeten kreisen und es schon eine kleine Sensation ist, dass diese Innere Monde des Uranus vom Erdorbit aus entdeckt wurden.

Noch heute will die International Astronomical Union (IAU) die Entdeckung bestätigen und die neuen Objekte offiziell zu den Monden zählen. Entdeckt wurden die Monde übrigens von Wissenschaftlern des Ames Research Center der NASA mit Hubble's Advanced Camera for Surveys (ACS) am 25. August 2003.

Bis die IAU die Entdeckung bestätigt hat, haben die beiden Monde die Bezeichnungen S/2003 U 1 and S/2003 U 2. Wobei S/2003 U 1 der größere der beiden Monde mit einem Durchmesser von 16 km ist. Des weiteren ist er 97.700 Kilometer vom Uranus entfernt und braucht für einen Umlauf um diesen 22 Stunden und 9 Minuten.

S/2003 U 2 hat nur einen Durchmesser von 12 km und ist auch nur 74,800 km vom Planeten entfernt. Seine Umlaufperiode dauert lediglich 14 Stunden und 50 Minuten. Dieser winzige Mond, ist Teil eines dicht gedrängten Feldes indem sich 11 weitere Monde befinden, die allesamt von der Voyager 2 Sonde entdeckt wurden. Des weiteren befindet sich auch hier das Objekt S/1986 U 10.

"Der innere Schwarm von 13 Satelliten ist ungleich anders als jedes andere planetarische Mondsystem, das wir kennen" sagt der an der Entdeckung beteiligte Wissenschaftler Jack Lissauer. "Die größeren Monde müssen gravitationsbedingte Effekte auf die kleineren Monde ausüben. Die Region ist so dicht gedrängt, dass diese Monde durch die dort herrschenden Gravitationskräfte instabil sind. Wir Versuchen zu verstehen, wie diese Monde miteinander existieren können."

Eine Idee ist, dass diese Monde relativ jung sind und durch die Kollision mit einem vorbeiziehenden Kometen entstanden sind.

"Nicht alle Uranussatelliten bildeten sich vor 4 Milliarden Jahren als sich auch der Planet formte" sagt Lissauer. "Die zwei kleinen Monde kreisen nahe an Belinda, möglicherweise waren sie sogar einmal Teile dieses Mondes. Sie könnten herausgebrochen sein, als ein Komet auf Belinda aufprallte."

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