Röntgenstrahlen fließen wie Champagner

18.08.2003 - Das neuste Bild des Chandra Röntgenstrahlen Observatoriums enthüllt wegströmendes Gas von einem jungen massereichen Stern im Zentrum des Hufeisennebels auch bekannt als M17 oder als Omega Nebel.

Vergleich Hubble- und Chandraaufnahme

Die Temperatur des Gases reicht dabei von 1,5 Millionen bis 7 Millionen Grad Celsius. Verantwortlich dafür ist eine Gruppe junger massereicher Stern, in der Nähe des Zentrums des Bildes.

Eine Infrarotaufnahme des Hufeisen Nebels enthüllt eine Wolke sehr viel kühleren Gases und Staubes, das die Form eines Hufeisens bildet und so dem Nebel diesen Spitznamen gab. Das heiße Gas, das auf dem Bild von Chandra sichtbar ist, befindet sich in der kühleren Wolke und scheint so zur äußeren Form beigetragen zu haben, da es eine Aushöhlung in das kühlere Gas schneidet. Diese Betätigung könnte dazu führen, dass sich neue Sterne im Hufeisen Nebel bilden.

Die Sterne im Hufeisen Nebel sind alle nur ein paar Millionen Jahre alt, somit ist dieser Nebel zu jung für einen Riesen Stern der als Supernova explodiert ist und das innere Gas erhitzt hat. Eine mögliche Ursache könnte der Zusammenstoß von Hochgeschwindigkeitswinden sein, die aus Partikeln bestehen, die von massereichen Sternen wegströmen und so das Gas erhitzt haben. Oder das Gas wurde produziert, als diese Winde mit kühlem Gas auf Blasen von heißem Gas gestoßen sind. Das Gas, das vom Hufeisen Nebel wegströmt, erinnert an eine geköpfte Flasche Champagner, weshalb das Bild auch als X-ray champagne flow bezeichnet wird.

Ein Vergleich mit anderen jungen Sternenclustern bestätigt, das massereiche Sterne, für ähnliche Ereignisse wie die im Hufeisen Nebel, verantwortlich sind. Ein Beispiel dafür ist z.B. der Arches Cluster, wohingegen die zentrale Region des Orion Nebels dieses Phänomen nicht aufweist.

BILDER ZUR NEWS
Infrarotaufnahme von M17
Optische Aufnahme von M17
Copyright: NASA/CXC/PSU/L.Townsley et al.


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