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18.08.2003 - Riesige Hohlraumtürme aus Eis die durch vulkanischen Dampf geformt wurden geben neue Hinweise für die Suche nach Leben auf dem Roten Planeten, zumindest zeigen das Ergebnisse der University of Melbourne.
Geologe Dr. Nick Hofman von der University of Melbourne suchte nicht auf dem Mars selbst nach Spuren von Leben, sondern in der irdischen Antarktis, genauer gesagt, auf Ross Island. Doch hat er auf neuen Infrarotaufnahmen vom Mars Beweise dafür gefunden, dass ähnliche Strukturen auch auf dem Mars existieren und dass dies ein guter Ort wäre, um mit der Suche nach Leben auf dem Roten Planeten zu beginnen.
Des weiteren sind Hofman seltsame Temperaturanomalien auf den letzten Bildern vom Mars aufgefallen, die mit der heat-sensing camera vom Mars Odyssey Orbiter aufgenommen wurden.
"Falls diese thermischen Anomalien nicht eine neue Art von red herrings sind, beweisen sie, das die Suche nach Leben und Wasser auf dem Mars ein neues Ziel hat. Solange ich glaube, dass der Mars aktuell leblos ist, sind die Eistürme der bessere Ort, um nach Spuren von Wasser zu suchen, als die bisher favorisierten ausgetrockneten Flussbetten" so Hofman.
Mount Erebus ist ein 3800 m hoher aktiver Vulkan in der Antarktis. Durch ein Schlupfloch gelangen vulkanische Dämpfe direkt ins Eis und überspringen so den Schritt des flüssigen Wassers. Stattdessen wird das gesamte Wasser in Form von Dampf durch den Schnee und das Eis in die gefrorene Erde transportiert und bilden dort ausgehöhlte enge Pfade aus Eis, die aus der Landschaft etwa 10 m hoch herausragen, während sie auf dem Mars aufgrund der geringeren Schwerkraft auch 30 m hoch werden könnten.
In diesen höhlenartigen Grotten, weit weg vom heulenden Wind, existiert ein lokales Mikroklima leicht erwärmt durch die darunter liegende vulkanische Hitze. Die internen Temperaturen des Turms liegen um den Gefrierpunkt, aber sie sind meistens viel wärmer als die Außentemperaturen. So entsteht ein Ort, der wie geschaffen ist für Bakterien.
"Erdbakterien können in diesen geschützten Orten gedeihen, trotz der Anwesenheit von vulkanischen Gasen" sagt Hofman.
"Auf dem Mars wären ähnliche Strukturen doppelt so wertvoll für potentielle Marsmikroben. Die eisigen Strukturen der engen Pfade würden die schädliche ultraviolette Strahlung filtern und würden Wärme und Schutz liefern. Unterdessen könnten vulkanische Gase chemische Energien für primitive Lebensformen liefern" so Hofman.
Die seltsamen Temperaturanomalien, die vom Orbiter aufgezeichnet wurden, befinden sich in der Region Hellas Basin, einem massiven Einschlagskrater von der Größe Australiens auf der südlichen Hemisphäre des Mars. Das Interessante an ihnen ist, das sie 8 -12 Grad wärmer sind als das umgebende Material und das bei Tag und Nacht.
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