Asteroiden nach der letzten Columbia Crew benannt

08.08.2003 - Sieben Asteroiden, die zwischen Mars und Jupiter auf einer Umlaufbahn um die Sonne kreisen, wurden nach der siebenköpfigen Besatzung des verunglückten Space Shuttles "Columbia" benannt, dadurch sollen die sieben Astronauten am Himmel verewigt werden.

Columbia Crew

Die Crew der Columbia bestand aus: David M. Brown, Rick D. Husband, Laurel B. Clark, Kalpana Chawla, Michael P. Anderson, William C. McCool, Ilan Ramon.

Ausgegangen ist diese Initiative vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena, Kalifornien. Erst vor kurzem wurde dies von der International Astronomical Union (IAU) genehmigt und am 6. August wurde die Widmung vom Smithsonian Astrophysical Observatory's Minor Planet Center bestätigt.

Die sieben Asteroiden, die jeweils einen Durchmesser von 5-7 Kilometern haben, wurden in den Nächten vom 19. Juli bis zum 21. Juli 2001 vom Palomar Observatorium, in der Nähe von San Diego, vom ehemaligen JPL-Astronomen Eleanor F. Helin entdeckt.

"Die Asteroiden sind seid Milliarden Jahre auf ihrer Umlaufbahn und werden es für weitere Milliarden Jahre sein", sagte Dr. Raymond Bambery. "Ich denke, dass in Millenniums Jahren die Menschen zum Himmel schauen werden, die sieben Asteroiden erblicken und an die Opfer der Columbia-Katastrophe denken werden".

Der Unglücksflug der Columbia war der 28. Flug dieses Space Shuttles. Die Mission startete am 16. Januar 2003 und hatte eine Missionsdauer von 16 Tage. Während dieser Zeit wurden ca. 80 Experimente erfolgreich durchgeführt.

Am 1. Februar zerbrach die Raumfähre beim Wiedereintritt in die Atmosphäre aus bislang unbekannten Gründen, dabei verloren alle sieben Astronauten ihr Leben.

Asteroiden sind die Überreste, die bei der Entstehung unseres Sonnensystems vor ungefähr 4,6 Milliarden Jahren übrig geblieben sind. Die meisten dieser Gesteinsbrocken befinden sich in einem Gürtel zwischen Mars und Jupiter.

Forscher vermuten, dass es Millionen von Asteroiden gibt, wobei die meisten zwischen einen und 100 Kilometer groß sind. Der Größte unter ihnen ist der am 1. Januar 1801 entdeckte Asteroid "Ceres" mit einem Durchmesser von 933 Kilometern.

Autoren: Jan Oertlin & Sven Piper

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