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15.06.2003 - Dunkle Materie besteht, in der Theorie, aus mysteriösen Teilchen von der Frühzeit des Universums die mit normaler Materie nur über die Gravitationskraft in Wechselwirkung treten, doch nun haben Astronomen mit dem Chandra Röntgenstrahlen Observatorium neue Hinweise auf sie gefunden.
Der Galaxie Haufen (galaxy cluster) Abell 2029 ist zusammengesetzt aus tausenden von Galaxien (Optisches Bild, rechts) eingehüllt in einer gigantischen Wolke aus heißem Gas (Röntgenstrahlen Bild, links) und einer Menge Dunkler Materie die einer Masse von hundert Trillionen Sonnen entspricht. In der Mitte dieses Haufens befindet sich eine enorme, elliptisch geformte Galaxie die sich aus mehreren Galaxieverschmelzungen gebildet hat.
Das Bild des Chandra Röntgenteleskops zeigt einen leichten Anstieg der Intensität der Röntgenstrahlen in Richtung des Zentrums des Galaxie Haufens. Diese Röntgenstrahlen werden durch mehrere Million Grad heißem Gas produziert, welches hauptsächlich durch die Gravitationskraft der dunklen Materie beeinflusst wird. Durch genaue Messungen der Temperatur und der Intensität der Röntgenstrahlenverteilung sind Astronomen in der Lage, die bislang beste Karte der Verteilung von Dunkler Materie in der inneren Region eines Galaxie Haufens zu erstellen.
Die Röntgenstrahldaten deuten darauf hin, dass die Dichte der Dunklen Materie leicht in Richtung des Zentrums des Galaxie Haufens ansteigt. Diese Entdeckung stimmt mit der Theorie über die kalte Dunkle Materie überein und ist genau das Gegenteil gegenüber anderen Modellen der Dunklen Materie.
Falls Abell 2029 ein gutes Beispiel für das Universum ist, deuten die Ergebnisse dieser Untersuchung darauf hin, dass 70-90 % der gesamten Materie des Universums aus kalter Dunkler Materie besteht.
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