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03.03.2003 - Am 5. März wird an der Westküste Australiens die größte und leistungsfähigste Antenne des europäischen Satellitenkontrollzentrums ESOC in New Norcia in Betrieb gehen. Damit haben die Europäer die erste Station für interplanetare Missionen.
Die technischen Daten dieser Anlage sind wahrlich beeindruckend. Der Parabolspiegel hat einen Durchmesser von 35 Metern und ein Gewicht von 630 Tonnen, wobei 540 Tonnen auf den drehbaren Teil entfallen. Für den Empfang der schwachen Signale von Millionen Kilometern entfernten Raumflugkörpern muss die Riesenschüssel auf Bruchteile einer Winkelsekunde exakt ausgerichtet und dann mit deren Flugbewegung nachgeführt werden. Dies bedeutet einen erheblichen Aufwand, um die schwachen Signale aus den Tiefen des Alls einzufangen. Bereits ein Ausrichtfehler der Antenne in Millimetergröße kann den Zusammenbruch der mühsam hergestellten Verbindung bewirken.
Das schwache Signal aus dem Parabolspiegel wird durch ein Labyrinth von verschiedenen Reflektoren zu den elektronischen Empfängern geleitet, wo die weitere Signalverarbeitung erfolgt. Diese kühlt man mit flüssigem Helium auf 15 Kelvin herunter, um das Rauschen der elektronischen Bauelemente zu unterdrücken. Anschließend filtern Nachfolge-Einrichtungen die gesendeten Daten aus dem Empfangssignal, welche dann nach Darmstadt zum ESOC weitergeleitet werden.
Die ersten Signale im operativen Betrieb wird die Antennenanlage von New Norcia noch in diesem Jahr von Mars Express, der europäischen Marssonde und von der ESA-Mondsonde SMART-1 einfangen.
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