Chinas bemannte Raumfahrtpläne

03.01.2003 - Noch in diesem Jahr soll eine bemannte Raumkapsel von Typ "Shenzhou" ins All fliegen und China hinter den USA und Russland einen eigenständigen Zugang zum All sichern.

Das China ein ambitioniertes Raumfahrtprogramm besitzt ist bekannt, doch überrascht es schon das China bereits dieses Jahr in den elitären Club der bemannten Raumfahrtnationen aufsteigen kann.

Momentan befindet sich gerade "Shenzhou IV" in einer Umlaufbahn um die Erde. Sie ist noch genau wie "Shenzhou III" mit menschenähnlichen Testpuppen ausgestattet, um die Lebenserhaltungssysteme und die Wiedereintrittsproblematik zu testen.

Die "Shenzhou" Kapsel ist eine Weiterentwicklung der russischen Sojus Kapsel, hat aber zwei Sonnensegel mehr. Sie wird mit einer Rakete vom Typ "Langer Marsch" ins All befördert.

Laut Presseinformationen soll mit der Ausbildung von 14 "Taikonauten" (das chinesische Wort Taikong bedeutet soviel wie Weltall) begonnen worden sein.

Neben den Zielen für die bemannte Raumfahrt will China in den nächsten Jahrzehnten eine eigene Raumstation im Erdorbit und auf dem Mond realisieren.

Und Europa?

Das wichtigste Projekt war das "Hermes" Projekt. Dieser Raumgleiter sollte auf der Spitze einer Ariane 5 Rakete ins Weltall starten und Astronauten in einer Umlaufbahn um die Erde bringen. Mit der Entwicklung dieses Raumgleiters wurde 1985 begonnen und wenige Jahre später aufgrund technischer und finanzieller Schwierigkeiten eingestellt.

Seitdem gab es kein gemeinsames europäisches Projekt mehr zur Entwicklung der bemannten Raumfahrt. Impulse für ein neues Projekt könnten im März beim "Esa Ministerial Council" gegeben werden.

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Start einer Rakete vom Typ "Langer Marsch"
Copyright: Xinhua


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