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03.10.2002 - Ein sehr hochauflösendes Infrarotbild vom Zentrum unserer Galaxie enthüllt Staubwirbel, die in ein Schwarzes Loch stürzen.
Das Bild wurde unter Leitung von Dr. Mark Morris von der Universität von Kalifornien in Los Angeles gemacht. Aufgenommen wurde das Bild von der Infrarotkamera des Keck II Teleskops in Hawaii. Hergestellt wurde diese Kamera, mit den Namen Mid-Infrared Large-Well Imager (kurz "Mirlin") vom Jet Propulsion Laboratory der NASA.
Der Mittel-Infrarot Bereich des elektromagnetischen Spektrums umfasst die Wellenlängen, bei der Objekte bei Raumtemperatur am hellsten glühen, da Infrarot-Strahlung mittlerer Wellenlängen nichts anderes ist als Wärmestrahlung.
Da alles auf der Erde im Mittel-Infrarot Bereich hell glüht, inklusive des Teleskops und der Astronomen, ist es nicht ganz einfach, himmlische Objekte zu beobachten, deshalb benötigt man eine spezielle Technik um das glühen der Sterne sichtbar zu machen.
Nahe dem Zentrum des Bildes befindet sich ein nicht offensichtliches Schwarzes Loch mit der 3 Millionenfachen Masse unserer Sonne. Seine Gravitationskräfte sind so groß, dass kein Licht von seiner "Oberfläche" entkommen kann. Es hat große Auswirkungen auf die Sterne, den Staub und das Gas in seiner Umgebung.
Ein Schleier aus Staub absorbiert das sichtbare Licht der meisten Sterne nahe dem galaktischen Zentrum. Erst im Infrarotbereich wird es sichtbar.
Das Bild zeigt staubiges Material, das sich spiralförmig auf das Schwarze Loch zu bewegt. Wenn dieses Material ins Schwarze Loch stürzt, wird Energie freigesetzt, die alles in der Umgebung beeinflusst. Dieses Ereignis, das schon mehrfach in der Geschichte der Milchstraße stattgefunden hat, könnte bestätigen, dass eine neue Generation von Sternen aus dem Kollaps benachbarter Wolken entsteht, oder es könnte sogar das Gegenteil dabei herauskommen, falls nämlich die freigesetzte Energiemenge die Wolken zerstört und so die Neuentstehung von Sternen behindert.
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