|
27.06.2002 - Durch Zusammenarbeit zwischen dem Hubble Weltraumteleskop und dem Very Large Teleskop sind interessante Ergebnisse ans Licht gekommen. In der alten Elliptischen Galaxie NGC 4365 entdeckte man eine Reihe neuer Sterne.
Die Astronomen aus Europa und Amerika staunten nicht schlecht über die riesige Anzahl an neuen Sternen in einer alten Galaxie. Denn bislang dachte man, das nur junge Elliptische Galaxie eine hohe Konzentration von neuen Sternentstehungsgebieten haben, doch diese Theorie ist durch die neuen Ergebnisse widerlegt, denn es scheint so, als ob sich hinter dieser Galaxie mehr verbirgt, als es auf den ersten Blick scheint.
Normale Elliptische Galaxien scheinen diffus rötlich zu leuchten, dadurch entsteht der Eindruck, dass sie mehrere Tausend Millionen Jahre alt sind. Wie auch immer, etwas muss für das äußere Erscheinungsbild verantwortlich sein?? Eine weitere Frage, die sich den Astronomen aufdrängt, ist, ob sich eine große Anzahl junger Sterne hinter den älteren Sternen verstecken kann.
Detaillierte Untersuchungen mit den besten Teleskopen der Welt brachten nun etwas Licht in die zentrale Frage nach dem Verhalten einiger Geheimnisse des Universums.
Um die Unterschiede in diesem stellaren "Cocktail" einer Elliptischen Galaxie herauszufinden, beobachteten die Astronomen Massive stellare Cluster in der Nähe der Galaxie. Diese "Globalen" Cluster, benannt nach ihrer Form, existieren in großer Anzahl um eine Galaxie herum. Durch die Identifizierung des Alters der globalen Cluster in einer Galaxie kann man auf mögliche Epochen der Sternentstehung schließen.
Ausschlaggebend für diese Entdeckung war die Kombination einer großen Anzahl von Bildern der Hubble's Wide Field und Planetary Camera 2 mit der Infrarot Kamera des Multi-Mode ISAAC Instrument des VLT Antu Telescope der ESO in Chile.
|