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04.06.2002 - Ein sehr seltenes Ammoniak -Molekül, das aus drei Deuterium Atomen besteht, wurde in einer molekularen Wolke etwa 1000 Lichtjahre von der Erde entfernt gefunden. Die Leichtigkeit mit der das Ammoniak -Molekül entdeckt wurde zeigt, das es doch häufiger Vorkommen muss, als zunächst gedacht.
In einer Studie im Fachblatt "Astrophysical Journal Letters", gaben sich die Astronomen mit den Ergebnissen zufriedenen, die sie aus der Wolke im Sternbild Perseus gewonnen haben.
Sie entdeckten ein Ammoniak -Molekül, welches aus einem Stickstoff Atom und drei Deuterium Atomen (Schwerer Wasserstoff) besteht. Diese Verbindung ist zwar auf der Erde bekannt, doch sehr selten, man hätte nicht erwartet, dass man es im Weltall aufspüren könnte. Denn bisher wurde kein anderes Molekül mit drei Deuterium Atomen im interstellaren Raum entdeckt.
"Die Wahrscheinlichkeit, dass alle drei Wasserstoff Atome in einem Ammoniak Molekül durch drei seltene Deuterium Atome ersetzt werden, beträgt eins zu einer Million Milliarden" sagt Tom Phillips, Physik Professor an der California Institute of Technology.
Als Grund für die Existenz des sehr selten Ammoniak -Molekül, sagt Dariusz Lis, die frostigen Bedingungen in der dichten interstellaren Wolken ermöglichen den Austausch zwischen Wasserstoff- und Deuterium- Atomen. Bei höheren Temperaturen gibt es dann einen hin und her Wechsel zwischen den Deuterium- und Wasserstoff- Atomen im Ammoniak. Aber bei den max. 20° Grad über den absoluten Nullpunkt die in der Wolke herrschen, haben die Deuterium Atome die Vorherrschaft gewonnen.
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