|
17.04.2002 - Schon seit einiger Zeit versuchen Astronomen Planeten in anderen Sonnensystemen auszuspüren, doch bisher wurden dabei keine erdähnlichen Planeten entdeckt. Dies könnte sich jetzt ändern.
Wie der Wissenschaftsjournalist Bruce Dorminey's in seinem neuen Buch "Distant Wanderers: The Search for Planets Beyond the Solar System" beschreibt, wird es in Zukunft eine ganze Reihe unterschiedlicher Projekte zum aufspüren von Extrasolaren Planeten geben. Da die Technik immer besser wird, lassen sich so auch demnächst Planeten von der Größe der Erde aufspüren, auf denen es sogar Leben geben könnte.
Das sich dieser Aufwand lohnt, davon ist zumindest der britische Astrophysiker Barrie Jones von der Open University in Milton Keynes, überzeugt. Während des National Astronomy Meeting in Bristol, stellte der Forscher mit seinem Kollegen neue Computersimulationen vor, die zu dem Ergebnis kommen, das es Millionen erdähnlicher Planeten in der Milchstraße gegen könnte.
Das vielversprechendste Projekt für die Suche nach erdähnlichen Planeten, ist der Terrestial Planet Finder der NASA. Da erdähnliche Planeten im Vergleich zu ihren Heimatsternen sehr klein und dunkel sind, ist es nicht leicht sie aufzuspüren. Um dieses Hindernis zu umgehen, benutzt der TPF eine Technik Namens Interferenzmessverfahren. Dabei werden mehrere Teleskope zu einem großen virtuellen Teleskop zusammengeschaltet und ermöglichen so ein detaillierteres Bild. Des weiteren werden durch die Zusammenarbeit mehrerer Teleskope "Familien Porträts" ganzer Sonnensysteme erstellt und ermöglichen so, die Spektralanalyse eines chemischen Fingerabdrucks des Lebens, reflektiert durch das Licht des Planeten. Denn wenn man von einem anderen Ort der Galaxie auf die Erde schauen würde, könnte man mit speziellen Instrumenten Sauerstoff, Ozon, Kohlenstoffdioxid und andere Elemente der Atmosphäre aufspüren. Aus diesen Informationen lässt sich schließen, das auf diesen Planeten Leben existiert.
|